zur Navigation springen

Start für den Garten der Kulturen : Willkommensteam startet Projekt mit Flüchtlingen und Barmstedtern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Erste Bäume und Blumen sind gepflanzt. Jetzt soll auch noch Gemüse folgen.

Barmstedt | Ein bunter Garten der Kulturen entsteht derzeit auf dem städtischen Gelände am Spitzerfurth 8. Die Stadt stellte den etwa 400 Quadratmeter großen ungenutzten Garten dem Willkommensteam zur Verfügung. „Wir haben mehrere Projekte mit Barmstedtern und Flüchtlingen gestartet, auch dieses ist vielversprechend“, sagte Joachim Baasch vom Willkommensteam. Hier könnten sich die verschiedenen Kulturen begegnen, voneinander lernen und Gemeinsamkeiten entwickeln.

Die Integration von zugezogenen Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten gehört zu den derzeit größten Herausforderungen für Kommunen und Städte. Das Willkommensteam versucht die Menschen mit alltagsnahen Projekten zu verbinden.

Zum ersten Treffen kam jetzt eine etwa 30-köpfige gemischte Gruppe, bestehend aus Helfern, Flüchtlingen und Nachbarn des Grundstücks. „Wir wollen erst einmal Ideen sammeln und überlegen, was gärtnerisch hier alles machbar ist“, sagten Heiner Möller und Simone Strandmann, die mit einem Team das Projekt leiten. „Das Gelände ist ideal mit der Fläche, die genutzt werden kann, und es hat sogar Schuppen mit überdachter Terrasse, Gewächshaus und Komposthaufen“, so Möller. Er brachte drei junge Apfelbäume mit hiesigen alten Apfelsorten mit, zudem einige Beerenstämme.

Strandmann setzte mit bereits ausgetriebenen Osterglocken- und Hyazinthenzwiebeln farbliche Akzente im Garten. Kira, die Enkelin von Möller, sowie die Geschwister Dana, Aden und Dima aus Syrien buddelten die Pflanzen begeistert ein. Ihr Vater Abdull Rahman griff zur Harke und schob gemeinsam mit Ali Mohamad aus Afghanistan welkes Laub zusammen. Die Söhne der beiden fuhren die vollen Schubkarren zum Komposthaufen.

Gärtnermeister Möller kann sich vorstellen, mit den Flüchtlingen Gemüsesorten anzupflanzen, die in ihren Herkunftsländern heimisch sind – wie Hülsenfrüchte und Kürbisse sowie Gewürze und Minzsorten für Tee. „Wer will, kann auch ein Stück Land selbst beackern“, sagte er. Zudem hatte er die weitere Idee, historische Rosensorten aus Afghanistan und Persien anzupflanzen, die allerdings noch veredelt werden müssten.

Dana (v. l.), Aden und Dima pflanzen Osterglocken.
Dana (v. l.), Aden und Dima pflanzen Osterglocken. Foto: Pergande
 

Kadeje aus Afghanistan würde am liebsten Blumen und Gemüse pflanzen. Ihre Töchter Hamide und Mohadese könnten sie dabei unterstützen. „Das Projekt dauert bis in den Herbst, aber jeder kann jederzeit hinzustoßen“, betonte Strandmann. Schließlich sei der Garten auch ein Ort der Begegnung und der gemeinsamen Gespräche. Die Treffen finden jeweils freitags um 14 Uhr statt. Das nächste Treffen ist am Freitag, 11. März, um 14 Uhr. Bei Regen fällt der jeweilige Termin aus.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 12:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert