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Bullenkuhlen : Wildreflektoren - die Jäger sind zufrieden

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Dort,wo keine Reflektoren angebracht sind, gibt es mehr Wildunfälle. Kritik an Bund und Land bei Hauptversammlung des Hegerings II.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Bullenkuhlen | Mit jagdlichen Klängen eröffnete die Jagdhornbläsergruppe Bullenkuhlen die Jahreshauptversammlung des Hegerings II in der Gaststätte „Harbeck“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Rechenschaftsbericht des Hegeringsleiters Hans-Jürgen Lohmann, die Verlesung des Streckenberichts von seinen Stellvertreter Klaus Perthen sowie Berichte des Kreisjägermeisters Wolfgang Heins und des Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Pinneberg, Hans-Albrecht Hewicker. 

In seiner Bilanz für 2014 ließ Lohmann die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren und gab einen Überblick über die jagdlichen Aktivitäten im laufenden Jahr. Die Anbringung von Wildreflektoren 2014 im Bereich des Hegerings II wertete er als Erfolg. „Allerdings hat sich dort, wo dies nicht erfolgt ist, eine Verdichtung des verunfallten Wilds ergeben“, stellte Lohmann fest.

Stetig wachsende Bedeutung gewinnt das Anstellen der Jäger an den Maisfeldern – nicht nur in Bezug auf das Schwarz-, sondern auch auf das Raubwild, das sich dort aufhält. Lohmann sprach sich dafür aus, die Jagd auf das Raubwild, das sich auf dem Vormarsch befinde, zu forcieren. Mit Blick auf die Fuchswoche, die im vergangenen Jahr veranstaltet wurde, sprach er von einer „ansprechenden Strecke“. Ab dem 1. April darf nur noch mit bleifreier Munition auf Wild geschossen werden: Daran erinnerte der Hegeringsleiter abschließend.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Pinneberg, Hans Hans-Albrecht Hewicker (v. l.), Hegeringsleiter Hans-Jürgen Lohmann und sein Stellvertreter Klaus Perthen informierten über aktuelle Themen sowie wesentlichte Entwicklungen im vergangenen Jahr. (Foto: Schilling)
Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Pinneberg, Hans Hans-Albrecht Hewicker (v. l.), Hegeringsleiter Hans-Jürgen Lohmann und sein Stellvertreter Klaus Perthen informierten über aktuelle Themen sowie wesentlichte Entwicklungen im vergangenen Jahr. (Foto: Schilling)
 

Die Berichte der Fachwarte (Hunde- und Schießwesen, Jagdhornbläsergruppe, Öffentlichkeitsarbeit) ergänzten die Ausführungen Lohmanns. So war unter anderem zu erfahren, dass die Bläser im vergangenen Jahr 38 Übungsabende und zehn Auftritte absolviert haben. Sie bemühen sich jetzt verstärkt um Nachwuchs, wozu auch ein jüngst veranstalteter Übungsabend bei „Harbeck“ diente. Wer einmal bei den Bläsern probeweise mitmachen möchte, hat mittwochs, ab 19.30 Uhr, Gelegenheit dazu. „Öffentlichkeitsarbeiter“ Thomas Mohr wies darauf hin, dass das Infomobil der Jägerschaft, das vorher bei Familie Kerstin und Markus Tiedt in Bevern gestanden hatte, nun einen Platz auf dem Bauhof in Barmstedt gefunden hat. Mohr regte an, das Infomobil häufiger zu nutzen; auch einzelne Tierpräparate könne man ausleihen.

Sorgen bereiten der Jägerschaft nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in anderen Bundesländern, geplante Novellierungen von Landesjagdgesetzen. In zwei Bundesländern finden demnächst Demonstrationen dagegen statt. Hewicker rief dazu auf, sich daran zu beteiligen, um sich mit den Demonstranten solidarisch zu zeigen, „denn, was dort passiert, wirkt sich auch auf Schleswig-Holstein aus“, stellte er fest. Viele Gesetzesänderungen auf Landes- und Bundesebene, Jagd und Jäger betreffend, sieht er kritisch. Das gilt beispielsweise für die Änderung im Landesnaturschutzgesetz, nach der Waldspaziergänger nicht mehr auf den Wegen bleiben müssen: Das sei für die Tiere wie beispielsweise Bodenbrüter verheerend.

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder. So wurden Hans-Friedrich Harbeck und Ina Abel für 25-jährige und Rudolf Möller für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

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