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Wildschweinjagd in den Maisfeldern : Wild verursacht nur geringe Ernteschäden

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Jäger verhindern Verluste bei der Ernte. Die Tierpopulation hat sich in diesem Jahr gut entwickelt, erklärt die örtlichen Jagdgemeinschaften.

Lutzhorn | Die durch Wildschweine verursachten Ernteschäden in der Region bewegen sich weithin auf normalem, in einigen Bereichen sogar auf niedrigem Niveau. Das berichten die Mitglieder der örtlichen Jagdgemeinschaften. Die Jäger waren zur Wildschadensverhütung beispielsweise während der Ernte in Lutzhorn im Einsatz. Aus einiger Entfernung warfen sie wachsam Blicke auf die Maisfelder, in denen sich das Schwarzwild gern aufhält. Wenn die Wildschweine, aufgeschreckt durch den Lärm der Häcksler herauskamen, wurden sie – wenn möglich – geschossen.

Die Wildschwein-Population habe sich in diesem Jahr gut entwickelt, erklärten die Jäger. Wenn Wildschweine in die Maisfelder gehen, ziehen sie die Pflanzen herunter, um die Kolben zu verspeisen. Das stelle einen Ernteverlust dar und sei außerdem sehr hinderlich bei der Feldarbeit, berichtet der Lutzhorner Jäger Carsten Brandemann. „In diesem Jahr haben wir so viele Wildschweine erlegt wie lange nicht – nämlich fünf Stück“, berichtet Jäger Carsten Brandemann. „Wir haben sie während einer Gemeinschaftsjagd zweier Reviere zur Strecke gebracht.“ Das Jagdgebiet war die Koppel eines Landwirts zwischen Heidmoor und Lutzhorn, wo die Jäger Wildschweinschäden entdeckt hatten. An der Jagd, die einen Tag dauerte, nahmen Jäger aus den Revieren Heidmoor und Lutzhorn teil. Dabei mussten sie besonders auf die Straße aufpassen, damit dort nichts passierte. „Drei Tiere gingen an uns“, so Brandemann. Diese wurden in die Kühlzelle gebracht und auch auf Krankheiten untersucht.

Auch in anderen Gemeinden der Region bemühten sich die Jäger während der Maisernte um Wildschadensverhütung. Dabei waren Langelner Waidmänner vom Hegering zwei ebenso erfolgreich wie ihre Lutzhorner Kollegen: Sie erlegten ebenfalls fünf Wildschweine. In Heede postierten sich die Jäger an verschiedenen Ecken, wo sie Schwarzwild vermuteten, doch bekamen sie keines zu Gesicht, berichtete Klaus Perthen. Sie nutzten aber die Gelegenheit zu einer effektiven Raubwildbejagung, wobei sie einen Fuchs strecken konnten – „zum Wohle des Niederwilds“, so der Heeder. Jagdvorsteher Klaus-Jürgen Glissmann aus Hemdingen teilte mit, dass in seiner Heimatgemeinde ebenfalls kein Schwarzwild geschossen wurde.

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erstellt am 17.Nov.2015 | 14:00 Uhr

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