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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 04:46 Uhr

Wie kommt das Wasser ins Gebäude?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Neue Sporthalle zwar trocken – aber gesperrt / Erste Vereinsaustritte beim TSV Sparrieshoop / Morgen ist Jahreshauptversammlung

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Die 18 großen Trocknungsmaschinen sind mittlerweile abgebaut. Das Wasser unter dem Schwingboden und der Tribüne in der gerade mal ein Jahr alten Sporthalle von Klein Offenseth-Sparrieshoop ist weg. Geblieben sind 50 Löcher im Bodenbelag, jedes mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern – und die Ungewissheit, woher das Wasser nun stammte und, ob es in naher Zukunft wieder passieren könnte. Daher ist die Sportstätte nach wie vor für jeglichen Betrieb gesperrt. Und das zerrt an den Nerven der Nutzer und der Verantwortlichen.

„Wir sind dem Verursacher nicht näher gekommen“, sagt Wolfgang Roschinski, Vorsitzender des TSV Sparrieshoop im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Turn- und Sportverein ist Träger des Baus. „Ich hoffe, dass ich zur Jahreshauptversammlung mehr sagen kann“, so Roschinski. Die ist am Freitag, 27. März, im Klubraum des Vereins an der Rosenstraße.

Der TSV Sparrieshoop hat sich vier Wochen, nachdem der Wasserschaden in dem Neubau bekannt wurde, zu einer schärferen Gangart entschlossen. „Wir haben über das Amt Elmshorn-Land einen Anwalt beauftragt, der sich der Sache annimmt“, sagte Roschinski. Immerhin geht es um Geld, unter Umständen sogar viel Geld. Außerdem gebe es bereits die ersten Austritte von Mitgliedern zu verzeichnen.

Sparrieshoops Bürgermeister Günter Korff (SPD) ging bei Bekanntwerden des Schadens davon aus, dass die Regulierung unter die Gewährleistung der am Bau beteiligten Firmen fällt. Die Frage aber ist, welche Gewerke dafür verantwortlich zeichnen. Ungeklärt ist ebenso, ob das Wasser von außen eindringen konnte oder es ein Leck im internen Wasserkreislauf gab. Wolfgang Roschinski mag sich aus gutem Grund nicht an öffentlichen Spekulationen beteiligen. „Es müssen weitere Untersuchungen vorgenommen werden“, war das Einzige, was er zur Ursachenforschung sagen mochte.

Im Moment scheint die Halle trocken zu sein. „Das Wasser ist in einem Unterdruckverfahren abgesaugt worden“, erklärte Roschinski. Dazu mussten in der Halle und im Sanitärbereich besagte Löcher gebohrt werden. Den Rest erledigten die Kondenstrockner, welche der Raumluft die Feuchtigkeit entzogen haben. Dieser Prozess dauerte vier Wochen. Jetzt herrscht Stillstand – und dem Verein bleibt nur, voller Ungeduld zu warten, denn, so Roschinski: „Ich will so schnell wie möglich einen Zustand herstellen, dass wir und die Schule die Halle wieder nutzen können.“

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