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Singgemeinschaft Barmstedt : „Wie andere Chöre leiden wir an Mitgliederschwund“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Seit zehn Jahren ist der 35-jährige Jonas Dietrich Chorleiter der Singgemeinschaft Barmstedt. Während der Hauptversammlung appellierte er an die Mitglieder, Sänger zu werben.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Seit zehn Jahren ist Jonas Dietrich (35) Chorleiter der Barmstedter Singgemeinschaft. Der Vorsitzende Behrend Otzen ehrte ihn vor kurzem während der Jahreshauptversammlung im BMTV-Heim. „Er ist mit Freude dabei und sehr engagiert“, sagte Otzen. Er bringe den Chor stimmlich und gesanglich voran und achte auf Details wie richtige Betonung und Lautstärke. „Er gibt sich Mühe mit uns, und wir sind froh, dass wir einen ausgebildeten Chorleiter haben, dessen Chemie mit der unsrigen auch noch übereinstimmt“, sagte Otzen.

Behrend Otzen (links) ehrte Jonas Dietrich für zehn Jahre als Chorleiter.
Behrend Otzen (l.) ehrt Jonas Dietrich für zehn Jahre als Chorleiter. Foto: Helga Pergande

Dietrich hat an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg studiert. Eine Kommilitonin kannte die damalige Barmstedter Chorleiterin Katja Krüger, die ihr Amt aus persönlichen Gründen aufgeben wollte. Dietrich besuchte eine Chorprobe und blieb. Hauptberuflich unterrichtet er als Lehrer Musik und Deutsch und wohnt mit seiner Familie in Elmshorn.

Die Singgemeinschaft hatte auch 2016 etliche Auftritte, wie Schriftführerin Annelie Schwarz in ihrem Rückblick berichtete. So gestalteten die Sänger die Maifeier auf dem Marktplatz mit musikalisch mit. Schwarz bemängelte die Technik. „Es fehlten Mikrofone“, sagte sie. Bürgermeisterin Heike Döpke wolle jedoch bei der diesjährigen Maifeier Abhilfe schaffen.

Der Chor sang zudem im Rahmen des Volkstrauertags. Auch Konzerte mit befreundeten Gesangsgruppen gehörten zum Jahresprogramm. Kräftig gesungen wurde beim Drei-Chöre-Treffen im Heeder Damm, das seit 1967 stattfindet. „Wir waren Gastgeber und haben bis in die Nacht gefeiert“, so Schwarz. „Ein voller Erfolg war das Klavierkonzert unseres Chorleiters im Humburg-Haus“, sagte sie weiter.

„Es ist wichtig, regelmäßig zu den Übungsabenden zu kommen“

Dietrich appellierte an die Chormitglieder, weitere Sänger zu werben. „Wie andere Chöre auch, leiden wir an Mitgliederschwund“, sagte er. Der Chor hat 40 aktive Mitglieder, davon elf Männer. Dietrich lobte die Mitglieder für ihre Offenheit und besonders ihr Engagement, wenn es darum geht, Vorbereitungen für Veranstaltungen zu treffen. „Es ist wichtig, regelmäßig zu den Übungsabenden zu kommen, um auch die Zusammenarbeit und Kameradschaft zu pflegen“, sagte er. Otzen ergänzte: „Die Freude am Singen ist die Basis und der Hauptgrund, unserem Chor anzugehören.“

Idee: Offenes Singen für jedermann

In der anschließenden Diskussion überlegte die Runde, wie sie neue Mitglieder werben könne. „Wir sind liedermäßig breit aufgestellt mit den Richtungen Volks- und Filmmusik, 20er Jahre, Operette und lustige Lieder“, zählte Dietrich auf. Angedacht wurde ein offenes Singen für jedermann.

Abschließend beschlossen die Sänger mehrheitlich, eine Spende für eine Kirchenbank in der Heiligen-Geist-Kirche zu geben. Der Wunsch, die neue Elbphilharmonie zu besichtigen, stieß auf offene Ohren. Über ein erneutes Klavierkonzert von Dietrich mit oder ohne Chorbegleitung wird noch diskutiert. Fest im Programm stehen bereits die Maifeier und das Chöre-Treffen in Kollmar.

Ehrungen: Jonas Dietrich für zehn Jahre als Chorleiter und Gerrit Lütters als Archivar; An allen Singabenden teilgenommen:  Ute Kleinert, Alfred Preuß, Elke Spangehl, Beate Fehlhaber, Bruno Balzer und Thea Göttsche; Engagement in verschiedenen Bereichen:  Annelie Schwarz, Elke Kröger, Gerda Wagner, Erdmute Rudnick, Behrend Otzen, Ehepaar Meyer und Eva Feid. Wahl: Ingrid Langer (zweite Vorsitzende).
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