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Barmstedter Zeitung

16. Dezember 2017 | 12:34 Uhr

Westerhorn: Protest gegen die Bahn

vom

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Westerhorn | Die Bürger in Westerhorn sind stinksauer auf die Deutsche Bahn. Seit Jahren fordern sie mehr Sicherheit an der durch ihren Ort verlaufenen Trasse. Einen Zaun wollen sie aufstellen, um vor allem Kinder zu schützen. Sogar das Material liegt schon bereit. Einzig die Genehmigung der Bahn fehlt. Denn der Zaun, den die Bürger selbst errichten wollen, müsste auf deren Gelände gebaut werden. Die Anwohner an der Gärtnerstraße sind das Warten leid. Sie wollen ein Zeichen setzten. Gemeinsam mit der Freien Wählergemeinschaft Westerhorn (FWW) rufen sie zum öffentlichen Protest auf. Am morgigen Sonnabend planen sie eine Kundgebung, um den Druck auf die Bahn zu erhöhen. Treffpunkt ist um 11 Uhr in der Gärtnerstraße.

"In Teilen liegt die Trasse direkt an der Gärtnerstraße völlig ungeschützt", erklärt FWW-Schriftführerin Jutta Stremmel. Die Strecke Hamburg-Kiel, an der auch der Westerhorner Bahnhof Dauenhof liegt, sei eine der meist befahrenen im Land. Seit fünf Jahren bemühe sich die Gemeinde um die Genehmigung.

Das bestätigt auch Bürgermeister Bernd Reimers (CDU). Die Bahn habe die Genehmigung bereits mehrfach in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr sogar eine münd liche Zusage gemacht. Doch passiert ist nichts. "Die Ansprechpartner bei der Bahn wechseln ständig und klare Zuständigkeiten haben sich uns bisher nicht erschlossen", betont Reimers. Inzwischen ist auch die Amtsverwaltung tätig geworden, deren Vorsteher Reimers ist. "Wir haben einen Brief an die Bahn geschrieben. Eine Antwort haben wir bislang nicht erhalten."

Die Bahn widerspricht den Vorwürfen. "Vor einigen Jahren hat es eine lose Anfrage gegeben, danach nichts mehr. Wir dachten, dass Thema sei erledigt", sagt Pressesprecherin Sabine Brunkhorst auf Anfrage unserer Zeitung. Die Bahn sei durchaus gesprächsbereit. "Wir werden eine Lösung finden, sodass der Zaun an der Grundstücksgrenze errichtet werden kann." In Westerhorn ist man nun gespannt, ob diese Zusage gilt.

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