Landeswettbewerb : Westerhorn freut sich über vierten Platz

<p>In großer Runde machten sich Jury und Westerhorner Gastgeber im Juni auf Tour durch das Dorf. </p>

In großer Runde machten sich Jury und Westerhorner Gastgeber im Juni auf Tour durch das Dorf.

Das Dorf will vom Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auch zukünftig noch profitieren. Die Urkunde wird Anfang September überreicht.

shz.de von
16. August 2018, 12:00 Uhr

Westerhorn | Der Sprung unter die besten elf gelang, doch für einen Platz auf dem Siegerpodest reichte es am Ende nicht ganz. Westerhorn nahm in diesem Jahr erstmals am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und schaffte es gleich in die Finalrunde. Nun wurden die Sieger verkündet – und das kleine Dorf im Norden des Kreises Pinneberg ist nicht darunter.

Gemeinsam mit sieben anderen Gemeinden langte es am Ende zu Platz vier. Ein stolzes Ergebnis für Westerhorn mit seinen knapp 1350 Einwohnern. Findet auch Bürgermeister Bernd Reimers: „Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber wir sind auch so sehr zufrieden.“ Zum Zukunftsdorf 2018 kürte die Jury Nindorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde, Zweiter wurde Treia aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. Der dritte Platz ging an Brokstedt im Kreis Steinburg.

Im Juni war die Fachjury mit Vertretern aus so unterschiedlichen Organisationen wie der Handwerkskammer, der IHK, des Naturschutzverbands und der Landfrauen eigens nach Westerhorn gereist, um das Dorf während einer zweistündigen Tour in Augenschein zu nehmen. „Die Route hatte ich ausgearbeitet“, erklärt Reimers. Themen waren der Breitbandausbau, der Erhalt der dörflichen Infrastruktur oder die Zusammenarbeit der vier Amtsgemeinden.

22 Gemeinden hatten insgesamt am Wettbewerb teilgenommen, zu dem das Landesministerium für Inneres und ländliche Räume alle Dörfer in Schleswig-Holstein mit bis zu 3000 Einwohnern aufgerufen hatte. Westerhorn hatte sein Neue-Mitte-Projekt sowie das grüne Warenhaus von Kay Sierk in den Mittelpunkt der Bewerbung gestellt.

Von Beginn an sei es nicht primär um den Sieg gegangen, versichert Reimers. „Nicht das Gewinnen stand im Vordergrund. Wir wollten die Chance nutzen, uns mit uns selbst zu beschäftigen.“ Schon beim Erarbeiten des Bewerbungs-Konzeptes sei klar geworden, „dass man über die Jahre viel mehr bewegt hat, als man oft selbst glaubt“. Angefangen bei der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung bis hin zum schnellen Internet. „Das wird einem erst wirklich bewusst, wenn man darüber nachdenken muss“, sagt der Bürgermeister. Dabei habe für Westerhorn stets die Frage im Mittelpunkt gestanden, „wo es zukünftig hingehen soll“.

Anfang September sind alle elf Erstplatzierten nach Nindorf eingeladen, wo auch die Westerhorner Delegation die Urkunde für den vierten Platz in Empfang nehmen wird. Doch auch danach will das Dorf noch vom Wettbewerb profitieren. „Unser Miteinander wurde gestärkt“, versichert Reimers. Weitere Treffen der Westerhorner Wettbewerbs-„Macher“ seien geplant. „Dabei werden wir auch mögliche neue Projekte hier in der Gemeinde besprechen.“ Generell habe die Konzepterarbeitung „uns allen viel gebracht“.

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