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Barmstedt : Wertsteigerung nach der Innenstadtsanierung

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach der Innenstadtsanierung hat Haus&Grund das Gutachten zur Ermittlung der Grundstückswerte überprüfen lassen.

Barmstedt | Neun bis 14 Euro pro Quadratmeter sind die meisten Grundstücke in der Barmstedter nach der Innenstadtsanierung mehr wert als vorher. Das hat ein unabhängiger Gutachterausschuss des Kreises ermittelt. Die etwa 60 Eigentümer – die vor kurzem ihre Abrechnungsbescheide von der Stadt erhielten – müssen demnach zwischen 2000 und 6000 Euro zahlen, sagte Hans-Jürgen Schack, Vorsitzender der Barmstedter Eigentümerschutzgemeinschaft Haus&Grund. „Das hätte schlimmer kommen können.“

Die Mehrheit der Eigentümer und auch Haus&Grund seien mit dem Gutachten zufrieden, sagte Schack. „Es ist durchweg schlüssig.“ Haus & Grund hatte einen bundesweit anerkannten Sachverständigen gebeten, das Gutachten auf Plausibilität zu überprüfen. Das Hauptproblem bei der Bewertung der Grundstücke war, dass sie vor der Innenstadtsanierung nicht bewertet worden waren. „Deshalb musste man sozusagen rückwärts rechnen“, so Schack. Im Einzelfall sei nicht auszuschließen, dass die Wertermittlung nicht korrekt sei. „Wer Zweifel hat, sollte eine weitergehende Individualprüfung in Auftrag geben“, empfiehlt Schack. „Das können wir aus unseren Vereinsmitteln nicht leisten.“

Laut Verwaltung hat die Innenstadtsanierung insgesamt 12,5 Millionen Euro gekostet. Jeweils etwa ein Drittel haben Bund, Land und Stadt gezahlt. Die Eigentümer müssen sich mit etwa 300.000 Euro beteiligen. „Darin ist ein Anteil der Stadt für die ihr gehörenden Flächen wie Straßen und Marktplatz enthalten“, erklärte Verwaltungssprecher Wolfgang Heins. Bei der Berechnung des sanierungsbedingten Vorteils habe die Stadt keinen Ermessensspielraum, betonte er. „Das ist gesetzlich so vorgegeben.“

Die Barmstedter Innenstadt wurde in drei Bauabschnitten saniert. Im ersten (Mai bis Oktober 2003) wurde der externe Marktplatz ins Stadtzentrum verlegt. Im zweiten (Juli 2004 bis April 2007) wurden die Verbindungsstraße vom Kleinen Marktplatz zur Marktstraße neu gebaut und die Marktstraße zu den Gebäuden „Kuhlke“ und „Sky-Markt“ im Niveau angeglichen. Im dritten Abschnitt (Oktober 2007 bis Juli 2008) wurden der Bereich Kuhberg und Kleiner Marktplatz umgestaltet und der Holstenring durch den Günter-Kuhlke-Weg an die Innenstadt angebunden. Gefördert wurden die Maßnahmen vom Bund.
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erstellt am 15.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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