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Wasserpreise : Werkausschuss in Barmstedt empfielt Erhöhung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Werkausschuss empfiehlt mit knapper Mehrheit eine Erhöhung um etwa 22 Prozent ab dem 1. Juli. Die Stadtvertretung muss noch zustimmen.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2014 | 12:15 Uhr

barmstedt | Der Wasserpreis der Stadtwerke Barmstedt soll zum 1. Juli um etwa 22 Prozent erhöht werden. Das empfahl der Werkausschuss während seiner Sitzung am Mittwochabend in der Kommunalen Halle – allerdings mit der hauchdünnen Mehrheit von 5:4 Stimmen. Die kommende Stadtvertretung wird über den Vorschlag beschließen. Der Empfehlung voraus gegangen war eine intensive Diskussion.

Die Stadtwerke Barmstedt, vertreten durch Werkleiter Fred Freyermuth, legten den Sachverhalt vor. Demnach ist der Wasserpreis der Stadtwerke Barmstedt nicht mehr auskömmlich, die Sparte häufig im Minus. Ein externer Wirtschaftsprüfer führte auf Beschluss des Werkausschusses vom November 2013 eine Neukalkulation des Wasserpreises auf Basis des Kommunalabgabengesetzes durch. „Der Wirtschaftsprüfer schlug zunächst eine alleinige Anpassung des Grundpreises vor – diesen Vorschlag hielten wir für problematisch“, so Freyermuth.

Als Alternative wurde auf Wunsch der Stadtwerke ein Mix aus Grundpreis und Wasserverbrauch berechnet. „Diese Variante II würde dem durchschnittlichen Haushalt mit einem Bedarf von 100 Kubikmetern pro Jahr gegenüber der Variante I entgegenkommen“, so Freyermuth.

Betrug der Grundpreis bisher 13,13 Euro pro Jahr, würde er bei der Variante II ab Juli auf 19,66 Euro angehoben. Der Mengenpreis pro Kubikmeter liegt aktuell bei 1,29 Euro – ab Juli 1,55 Euro. Die Jahreskosten per Haushalt mit einem Verbrauch von 100 Kubikmetern sind 142,60 Euro – ab Juli 174,81 Euro.

Bei der vom Wirtschaftsprüfer vorgeschlagenen alleinigen Erhöhung des Grundpreises (Variante I) würde ein Durchschnittshaushalt von 13,13 Euro auf 53,62 Euro hochgestuft werden, der Mengenpreis bliebe gleich, und die Jahreskosten würden von 142,60 Euro auf 183,09 Euro hochschnellen. „Der Grundpreis wurde zuletzt 1996 erhöht, der Mengenpreis im Januar 2010“, so Freyermuth.

„Wir sprechen seit eineinhalb Jahren über eine Wasserpreiserhöhung“, sagte Reimer Karstens (FWB). „Im Frühjahr 2013 fanden wir eine Erhöhung nicht gerechtfertigt, obwohl die Stadtwerke beim Wasser bereits im Minus waren“, sagte er weiter und schlug vor, ein halbes Jahr nach der Erhöhung erneut über den Preis zu diskutieren. Es könne sein, dass der Wasserhaushalt dann im Plus sei und eine Senkung des Beitrags möglich mache.

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