zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

21. August 2017 | 08:47 Uhr

Barmstedt : Wenn zwei Arme kaum reichen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Amerikanische Versteigerung erbringt 750 Euro für Pfadfinder und „Schöpfkelle“.

Gespanntes Knistern herrschte am späten Sonntagnachmittag in der Kommunalen Halle, als der Barmstedter Handels- und Gewerbeverein (HGB) mit einer amerikanischen Versteigerung seinen „Kaffeeklatsch“ krönte. Für die Versteigerung hatten Künstler aus Barmstedt und dem Kreis mehrere Werke zur Verfügung gestellt, die zuvor während der Aktion „Kunst im Schaufenster“ in Barmstedter Geschäften zu sehen waren.

Als Auktionator priesen Frank Wagner und Harald Cords mit viel Engagement und Humor den etwa 100 kunstinteressierten Gästen die Werke an. Dabei warfen die Bieter jeweils Zwei-Euro-Stücke in den von Petra Krämer und ihren HGB-Kollegen umhergetragenen Zylinder, bis der Wecker klingelte: Der letzte Bieter durfte mit dem Werk nach Hause gehen. ‚Umhertragen‘ gibt Krämers läuferische Leistung allerdings nur ungenügend wieder: Mit vollem Einsatz rannte sie durch die Reihen und hätte phasenweise doch drei Arme und Zylinder gebraucht, um dem bietfreudigen Publikum gerecht zu werden.

Ein wahres Bietergefecht entfesselte die Eisenskulptur ,Insekt’ von Rainer Link (2013). Auch Broder Brodersens Frauenakt ,Tanz-Ende’ von 2007 stieß auf besonderes Interesse. Brodersen hatte drei Bilder in die Auktion eingebracht: „Ich habe es riskiert, mit meiner Kunst einmal rauszugehen. Das hat mir viel Spaß gemacht!“

Am Ende der Auktion zählte Karin Wiskandt (HGB) 750 Euro in der Kasse. Der Betrag wird zu gleichen Teilen den Barmstedter Pfadfindern und der „Schöpfkelle“ gespendet. „Das ist etwa das Ergebnis vom vorigen Mal“, zog ein hochzufriedener HGB-Vizechef Wagner Bilanz.

Auch der „Kaffeeklatsch“ war für den HGB ein Erfolg: Die Innenstadt war voll von Flaneuren, die den verkaufsoffenen Sonntag zum Bummeln nutzten, das Angebot an Kaffee, Kuchen und guter Laune in den Geschäften genossen und sich in Trauben um die fröhlichen Musiker der Samba-Gruppe Bateria Barulho scharten. Die Barmstedterin Brigitte Tschermack war mit einer Freundin und Bekannten aus Kollmar in der Stadt unterwegs. „Für mich ist Barmstedts kleinteilige und lebendige Einzelhandels- und Dienstleistungsstruktur ein Stück Lebensqualität“, sagte sie während einer Kaffeepause.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:35 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen