Wenn Rauch lebensgefährlich wird

Axel Luwitzi überwachte die Übung an den Monitoren im technischen Raum.
Axel Luwitzi überwachte die Übung an den Monitoren im technischen Raum.

Mitglieder der Freiwiligen Feuerwehr Langeln absolvierten eine realitätsnahe Übung im Atemschutzhaus des Kreisfeuerwehrverbandes

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13. März 2014, 12:11 Uhr

Routinierter Umgang mit dem technischen Gerät ist eine wichtige Voraussetzung für die Freiwillige Feuerwehr, wirkungsvoll Brände zu bekämpfen und andere Hilfen zu leisten – beispielsweise bei Stürmen oder Verkehrsunfällen. Dazu diente auch die Übung der neun Langelner Blauröcke beziehungsweise Atemschutzträger in ihren Reihen im Atemschutzübungshaus des Kreisfeuerwehrverbandes in Tornesch-Ahrenlohe. „Wir simulieren einen Brand in einem Einfamilienhaus“, erläuterte Axel Luwitzi, der die Regie hatte. „Dazu wird der Raum vernebelt, Paletten stellen Hindernisse dar, die überwunden werden müssen.“ Außer dem souveränen Umgang mit dem technischen Gerät waren weitere Ziele der Übung, die reibungslose Zusammenarbeit untereinander zu entwickeln und zu lernen, Vertrauen zu bilden.


Gebaut wie ein normales Einfamilienhaus


Das Atemschutzübungshaus erlaubt, realistische Übungen unter Atemschutz durchzuführen. In einem separaten Überwachungsraum können die Übungsteilnehmer über Monitore überwacht, nahezu alle Türen verschlossen und geöffnet oder Geräusche über die Lautsprecheranlage eingespielt werden: Diese Aufgabe oblag Luwitzi, der damit, wie es den Anschein hatte, gut zurecht kam. „Das Übungshaus ist aufgebaut wie ein normales Einfamilienhaus. Vom Dachgeschoss bis in den Keller können alle Stockwerke genutzt, an den Balkonen des Hauses das Anleitern mit tragbaren Leitern geübt werden“, erklärte der Langelner. Im Keller ist ein Rohrsystem installiert: Dieses ermöglicht, den Austritt von Flüssigkeiten an diversen Leckagen zu simulieren. Wichtig zu wissen ist vielleicht auch, dass im Vorfeld des Übungseinsatzes Atemschutzgeräteträger im Fitnessraum an ihre physischen Grenzen herangeführt werden.

Dafür stehen zwei Endlosleitern, ein Laufband, sowie Fitnessräder zur Verfügung. Zur Absicherung einer solchen körperlich anspruchsvollen Übung werden an und in dem Gebäude zwei Automatisch-Externe-Defibrillatoren vorgehalten um im Ernstfall sofort qualifizierte Erste-Hilfe leisten zu können. Der frisch gebackene Wehrführer Henning Langmaack ist mit dem Verlauf der Übung zufrieden: „Es hat alles gut geklappt“, befand er.

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