Großes Kinderfest : Wenn der Dschungel Barmstedt erobert

Bei der nachmittäglichen Disco, die erstmals am Rantzauer See stattfand, herrschte ausgelassene Stimmung.
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Bei der nachmittäglichen Disco, die erstmals am Rantzauer See stattfand, herrschte ausgelassene Stimmung.

Hunderte Teilnehmer feiern das 131. Kinderfest. Tiger, Affen und Palmen ziehen durch die Stadt. Viel Betrieb war auch in der Disco am See.

shz.de von
02. Juli 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | Was für ein Tag: Das 131. Barmstedter Kinderfest war für die Organisatoren eine rundum gelungene Aktion und für etwa 400 Kinder ein tolles Erlebnis. Es schien durchgehend die Sonne und bei den Teilnehmern herrschte beste Laune. Sehr gelobt wurde die Entscheidung, die Disco statt im Schuldorf Schulstraße auf dem Strandbadgelände am Rantzauer See stattfinden zu lassen.

Frühmorgens versammelten sich die Teilnehmer auf dem Marktplatz. Die Verkleidungen der Fußgängergruppen von Grundschulklassen und Kitas sowie der Schmuck der 14 von Treckern gezogenen Festwagen waren unter dem Motto „Dschungel“ kreativ und farbenfroh. Kinderfestausschussvorsitzender Peter Gottschalk (FWB) und Bürgervorsteher Uwe Runge (CDU) begrüßten die Teilnehmer und gaben den Startschuss für den Umzug, den erstmals Gabi Kempf zusammengestellt hatte. Polizei und Feuerwehr sicherten die Strecke. Und dann eroberten Anakondas und Affen, Bäume und Ureinwohner die Stadt.

Isabell war eine Pflanze, Amy ein Papagei. Carolina war ein Tiger, Marie und Hamin Schmetterlinge, Laith ein Gorilla. Ole und Bela saßen im geschmückten Anhänger der Awo-Kita und sangen lauthals „Wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut“. Witzige Ideen wie Großstadt- und Kleinstadtdschungel waren zu sehen, ebenso ein Riesenelefant an einem Wagen, auf dem die Klasse „ritt“.

Der Umzug wurde von Ritter Lasse von Barmstede angeführt. Rittervater Gerd Beutkus hofft, auch im folgenden Jahr einen Freiwilligen zum Ritter schlagen zu können. Fünf Spielmannszüge brachten musikalischen Schwung in den Umzug. Schilder mit Inhalten wie „Dschungel für alle, dafür mehr Bäume“ wurden hochgehalten, und am Wagen der Klasse 4 a der Gottfried-Semper-Schule war zu lesen „Benutze Stoffbeutel“, „keine Möbel aus Tropenholz“.

Bonbons für einen Monat gesammelt

Von den Festwagen herab regnete es Kamelle. Hannes (5) sammelte und rief seiner Mutter begeistert zu: „Jetzt habe ich Naschis für einen Monat gebunkert.“ Entlang des Umzugswegs waren Häuser und Gärten geschmückt. Bei den Spielen am See wurden die Majestäten ermittelt, die eine königliche Medaille erhielten.

Auf der Wiese zwischen dem Bootsanleger und der Schlossinsel hielt die Elterninitiative Spiele und eine Zauberin für die Vorschulkinder bereit. Auf der Badewiese heizte DJ Rolfi den Kindern ein, die ausgelassen auf dem Rasen tanzten. Die Elterninitiative Rasselbande bot an ihrem Stand Getränke und Kuchen an. Die Besucher, die teils Decken und Campingstühle mitgebracht hatten, waren voll des Lobes. „Hier ist es deutlich entspannter und gemütlicher“, freute sich Carmen Möller. Viele suchten Abkühlung mit einem Bad im See, beobachtet von der Aufsicht der DLRG.

 
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