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Barmstedter Zeitung

12. Dezember 2017 | 07:59 Uhr

Stadtwerke : Weniger Stromsperren als 2015

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Energieversorger schaltete 28 säumigen Kunden den Strom ab. Die meisten zahlen innerhalb eines Tages.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Die Stadtwerke Barmstedt haben im vergangenen Jahr 28 Kunden den Strom gesperrt. Das hat Pressesprecherin Irina Hesselink auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. Somit sei die Zahl leicht zurückgegangen: 2015 seien es noch 32 Sperren gewesen. Die „Abschaltung“ scheint zu wirken: „In der Regel wird dann noch am selben oder spätestens einen Tag später gezahlt“, sagte Hesselink. Es gebe zwar „Ausnahmen, aber die sind selten“.

Der Strom sei aber nicht plötzlich weg, betonte die Stadtwerke-Sprecherin: Bevor er abgeschaltet wird, verschicken die Stadtwerke mehrere Zahlungserinnerungen und Mahnschreiben. „Wenn auch nach der letzten Mahnung keinerlei Reaktion erfolgt, kündigen wir eine Stromsperre schriftlich an. Umgesetzt wird sie frühestens drei Tage nach Erhalt des Schreibens. Wer auch auf diesen Brief nicht reagiert, muss damit rechnen, dass die Sperre tatsächlich eingerichtet wird.“ Die Stadtwerke würden aber auch präventiv tätig: „Um die für beide Seiten schwierige Situation zu vermeiden, nehmen wir sehr frühzeitig Kontakt zu Kunden auf, bei denen wir Unregelmäßigkeiten bemerken“, so Hesselink. Hauptgrund dafür sei, dass „Stromschulden“ überschaubar blieben und sich keine Beträge anhäuften, „die zu einer vielleicht nicht mehr zu bewältigenden Hürde anwachsen“. Sehr wichtig sei zudem, dass in Zahlungsschwierigkeiten geratene Kunden nicht den Kopf in den Sand steckten und die Kontaktaufnahme ignorierten, so Hesselink. Wer stattdessen aktiv das Gespräch suche und aufrichtig sei, erhalte immer die Chance auf eine Zahlungsvereinbarung, die realistisch und realisierbar sei. Auch wer weitergehende Hilfe suche, erhalte Unterstützung: „Wir stellen zum Beispiel einen Kontakt zu einer Beratungsstelle oder zum Sozialamt her.“

Für Kunden, die generell finanzieller Unterstützung bedürfen, setzten sich die Stadtwerke zudem mit dem Sozialtarif aktiv ein, so Hesselink. Wer einen Sozialpass der Stadt Barmstedt besitzt und ihn bei den Stadtwerken vorlegt, dem werde für die Dauer der Gültigkeit der Grundpreis – 60 Euro pro Jahr – erlassen. Zudem erhalte jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft 250 Kilowattstunden Strom pro Jahr kostenlos. Einzige Voraussetzung, so Hesselink: „Die deutlich geringeren Beträge müssen pünktlich bezahlt werden.“ Mit dem in Norddeutschland einzigartigen Tarif – der von der Politik beschlossen wurde – seien 2016 208 Bedarfsgemeinschaften unterstützt worden. Die Stadtwerke hätten damit auf Erlöse in Höhe von rund 24.250 Euro verzichtet, so Hesselink.

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