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Barmstedter Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:39 Uhr

Weniger Kinder im Kreis Pinneberg in Not

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Elmshorn | Sie sind da, wenn nichts mehr geht: Die Mitarbeiter der gemeinnützigen "Perspektive" GmbH kümmern sich im Kreis Pinneberg um Kinder und Jugendliche in Not. 2012 registrierte die Einrichtung zehn Prozent weniger Fälle als 2011. Im Kinderschutzhaus Elmshorn und in der Bereitschaftspflege mussten 244 junge Menschen aufgefangen und betreut werden (2011 waren es 272). Der Rückgang ist für Markus Hunke, Leiter des Kinderschutzhauses, kein Grund zur Entwarnung. "Jedes Kind in Not ist eines zu viel", sagt er.

Jugendliche, die im Elmshorner Kinderschutzhaus aufgenommen werden, haben eine Menge hinter sich, zum Beispiel Vernachlässigung, psychische Erkrankung der Eltern, Drogen- und Alkoholmissbrauch und Gewalt in verschiedener Form. "Die Gründe sind vielfältig, wir versuchen, die Kinder aufzufangen und zu strukturieren", sagt "Perspektive"-Mitarbeiterin Anja Martin.

Im Kinderschutzhaus finden im Wesentlichen Teenager Zuflucht. Oft kümmern sich die Jugendämter um die Unterbringung. Manchmal melden sich die Kinder aber auch selbst. 2012 wurden 174 Jugendliche im Elmshorner Haus durchschnittlich 20 Tage lang betreut.

Kleine Kinder und Säuglinge werden in Bereitschaftspflegefamilien untergebracht. Im vergangenen Jahr waren es kreisweit insgesamt 70. Sie blieben im Schnitt 67 Tage in den Pflegefamilien. "Unser Ziel ist es natürlich, die Kinder wieder in ihre eigenen Familien zurückzubringen", sagt "Perspektive"-Mitarbeiterin Inka Risch. Doch das klappt nicht immer. Rund die Hälfte der Betreuten muss an andere Einrichtungen weitergeleitet werden.

Besonders viel zu tun hat die "Perspektive" in Elmshorn und Pinneberg. 75 Prozent der betreuten Kinder kommen aus diesen beiden Städten. Das Kinderschutzhaus verfügt über 16 Plätze. Für die Bereitschaftspflege gibt es kreisweit zwölf Familien (16 Plätze). Die "Perspektive" beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. Die GmbH wird vom Kreis für ihre Arbeit bezahlt. Und: Für die Bereitschaftspflege sucht die "Perspektive" noch dringend Familien.

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