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Ellerhoop : Weniger Geld vom Land für Ellerhoop

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In der südlichsten Gemeinde des Amts Rantzau sprudeln die Gewerbesteuereinnahmen, daher gibt es weniger Schlüsselzuweisungen.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Ellerhoop | In Ellerhoop sprudeln die Gewerbesteuereinnahmen – und das hat Auswirkungen. Im Zuge des kommunalen Finanzausgleichs erhalten die Gemeinden vom Land Schleswig-Holstein jährlich Schlüsselzuweisungen, damit sie die ihnen aufgetragenen Verpflichtungen und sonstigen Aufgaben erfüllen können. „Man will erreichen, dass Gemeinden einen finanziellen Ausgleich erfahren“, sagt Carola Warncke, Kämmerin des Amts Rantzau. „Wer keine Steuern in ausreichender Höhe hat, bekommt Geld dazu. Wer über ausreichend Steuern verfügt, bekommt entsprechend weniger.“ Das spiegelt sich im Amtsbezirk Rantzau besonders in Ellerhoop wider: So werden laut Warncke 150.000 Euro mehr an Steuereinnahmen im Jahr 2015 erwartet. Im Gegenzug erhält die Gemeinde 62 Prozent weniger Schlüsselzuweisungen als im vergangenen Jahr.

Bekam Ellerhoop im Jahr 2014 140.412 Euro, werden es in diesem Jahr nur noch 53.244 Euro sein. „Der Ausgleich findet tatsächlich statt“, sagt Warncke anhand des Beispiels. Die Gemeinde sei innerhalb des Amtsbezirks der größte Ausreißer. Gegenteilig sei die Lage in Lutzhorn: 2014 rechnete die Gemeinde mit Steuereinnahmen von 585.000 Euro, 2015 mit 541.000 Euro. Das macht sich bei den Schlüsselzuweisungen bemerkbar. Lutzhorn erhält in diesem Jahr 189.000 Euro – 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere Gemeinden, in denen es größere Veränderungen gibt, sind Bevern (+ 31,77 Prozent), Bokholt-Hanredder, (+ 20,51 Prozent) und Langeln (- 23,44 Prozent).

Anfang des Jahres ist das reformierte Finanzausgleichsgesetz in Kraft getreten. „Es ist an ein paar Stellschrauben gedreht worden, um das System gerechter zu machen“, so Warncke über die Schlüsselzuweisungen. Eigene Steuern würden den Gemeinden in höherem Maße angerechnet werden. Bei den Einwohnerzahlen werde jetzt nicht mehr der 31. März als Stichtag genommen, sondern die vergangenen drei Jahre. Sinke die Zahl der Einwohner, werde ein Mittelwert gebildet. „Dadurch wird das abgefedert“, so Warncke. Zudem gebe es nur noch einheitliche Schlüsselzuweisungen und keine Sonderzuweisungen mehr.

Ob die Gewerbesteuereinnahmen in Ellerhoop in den kommenden Jahren weiter sprudeln werden, sei offen, so die Kämmerin. „Die Schlüsselzuweisungen werden aber jedes Jahr neu berechnet“, sagt sie. Aus diesem Grund sei es nicht einfach, die Zahlen miteinander zu vergleichen. „Da spielen diverse Faktoren wie die Steuerkraft der einzelnen Gemeinden mit rein“, erläutert Warncke. Auch dabei gebe es im Amtsbezirk Rantzau große Unterschiede: So sei die Steuerkraft mit 962 Euro pro Einwohner in Ellerhoop am höchsten. In Groß Offenseth-Aspern sei sie am niedrigsten. Dort beträgt sie 501 Euro pro Kopf.

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