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Breitbandversorgung : Weiter Weg zum schnellen Internet

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Amt Rantzau stellt finanzielle Mittel für Planung eines Glasfasernetzes bereit. Ausbauarbeiten können frühestens 2017 beginnen.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 15:00 Uhr

Bis alle Haushalte in den Amtsbezirken Rantzau und Elmshorn-Land mit schnellem Internet versorgt sein werden, ist es noch ein langer Weg. „Wenn alles ideal verläuft, könnte man im Jahr 2017 mit dem Ausbau beginnen“, berichtete Jan Schmöckel von der Ingenieursgesellschaft Marxen & Schmöckel am Montagabend während der Sitzung des Amtsausschusses des Amts Rantzau. „Es ist noch ein weiter Weg, den wir vor uns haben“, sagte er hinsichtlich des Breitband-Projekts, das die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land realisieren wollen. Den nächsten Schritt vollzog das Amt Rantzau während der Sitzung. So stimmten die Politikern einstimmig dafür, die finanziellen Mittel für die Ausschreibung und Beauftragung der Glasfaser-Planung bereitzustellen.

Während der kommenden Monate soll ein Unternehmen, das von der Ingenieursgesellschaft ausgewählt wird, den Plan für ein Glasfasernetz innerhalb der Amtsbezirke Rantzau und Elmshorn-Land erstellen. „Wir würden sehen, was das Projekt kostet und ob es wirtschaftlich vertretbar ist“, so Schmöckel. Die Kosten dafür liegen bei 71 400 Euro. 45 000 Euro würden die Ämter als Fördersumme vom Land bekommen, der Eigenanteil des Amts Elmshorn-Land liege bei etwa 15 700 Euro, beim Amt Rantzau seien es knapp 10 700 Euro. Das Amt Elmshorn-Land will der Kostenübernahme am kommenden Montag ebenfalls zustimmen, teilte Amtsvorsteher Thorsten Rockel während der Sitzung mit. „Wir schauen, dass wir das dann angeschoben bekommen.“

Neben den Bürgermeistern des Amts Rantzau waren auch zahlreiche ihrer Kollegen aus dem Amt Elmshorn-Land im Dörpshuus dabei und ließen sich die Ergebnisse der Markterkundung und der Bürger-Umfrage von Schmöckel erläutern. Die Telekom plant demnach in den nächsten drei Jahren in drei Gemeinden im Amtsbezirk Elmshorn-Land sowie in einer Gemeinde im Amtsbezirk Rantzau mit eigenen Mitteln einen Breitband-Ausbau, die Stadtwerke Barmstedt in einer Gemeinde des Amts Rantzau. Gerade im Bereich Elmshorn-Land handle es sich aber nicht um einen flächendeckenden Ausbau. „Es hindert die öffentliche Hand nicht daran, dort tätig zu werden“, so Schmöckel.

Rücklauf-Quote von etwa zehn Prozent

Auch auf die Ergebnisse der Breitband-Umfrage ging er ein. So hätten etwa 1000 Privathaushalte und 286 Gewerbetreibende ihre ausgefüllten Fragebögen zurückgeschickt – eine Rückläufer-Quote von etwa zehn Prozent. „Das ist nicht besonders gut oder schlecht, sondern liegt im Rahmen“, so Schmöckel. Ein großer Bedarf herrsche zudem an schnelleren Download-Möglichkeiten.

Hinsichtlich des Zeitplans wies er darauf hin, dass es schwierig sei, das Verfahren zu beschleunigen. Auch mit technischen Lösungen, die das Projekt günstiger machen würden, sei nicht zu rechnen. „Der größte Teil der Kosten wird später durch die Erdarbeiten verursacht“, sagte Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass. „Da ist keine Verbilligung zu erwarten.

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