zur Navigation springen

Sturmschäden in der Region Barmstedt : Wehren im Dauereinsatz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In Barmstedt und den Ämtern Rantzau und Hörnerkirchen mussten die Feuerwehren am Donnerstag zu zahlreichen Einsätzen ausrücken: Etliche Bäume waren auf die Straßen gestürzt. In Westerhorn musste ein Zug evakuiert werden, in Heede hatten Äste ein Dach durchschlagen.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Dauereinsatz für die Wehren aus Barmstedt und den Umlandgemeinden: Das Sturmtief Xavier hat ihnen gestern zahlreiche Einsätze beschert. Am häufigsten mussten die Brandbekämpfer wegen auf die Straße gestürzter Äste und Bäume ausrücken. Wie Barmstedts Wehrführer Uwe Schinkel auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, war seine Wehr deswegen allein bis 17 Uhr elf Mal im Einsatz. „Und es hält weiter an“, sagte er.

Die Einsatzorte seien über das gesamte Stadtgebiet verteilt gewesen, so Schinkel. „Überall lagen Äste oder Bäume auf den Straßen, die wir teils zersägen und beiseiteräumen mussten.“ In einigen Fällen hätten zudem Äste aus Bäumen gesägt werden müssen, die herabzustürzen drohten. Gegen 16.30 Uhr musste die Wehr zum Küsterkamp ausrücken, weil dort umgestürzte Bäume den Fuß- und Radweg blockierten. Die Einsatzkräfte sperrten den Weg, der zur Krückaubrücke führt, nochmals ab. Die erste, vom Bauhof vorgenommene Sperrung, sei vielfach ignoriert worden.

In Westerhorn musste die Feuerwehr einen Regionalexpress evakuieren, der wegen eines in die Oberleitung gestürzten Astes gegen 13.30    Uhr auf seinem Weg nach Hamburg kurz vor der Brücke auf der Straße Am Beek liegengeblieben war. „Es waren etwa 100 Fahrgäste im Zug, darunter auch mehrere ältere Personen, die wir raustragen mussten“, sagte Wehrführer Kay Sierk. Zum Teil mit den Feuerwehrfahrzeugen, zum Teil mit Privatwagen hätten die Einsatzkräfte anschließend alle Fahrgäste zur etwa 600 Meter entfernten Feuerwache gefahren. „Dort haben wir sie mit Kaffee und Getränken versorgt, bis die Ersatzbusse bereitstanden“, sagte Sierk. Das habe etwas gedauert, da die Bahn mit etlichen Zugausfällen zu kämpfen hatte. „Der Zugverkehr steht von Hamburg bis Kiel“, sagte er gestern gegen 17 Uhr. Wann der Bahnverkehr in Schleswig-Holstein wieder aufgenommen werden konnte, stand bis Redaktionsschluss nicht fest.

Die Westerhorner Wehr sei mit 20 von 37 Kameraden im Einsatz gewesen, sagte Sierk, der seine Leute lobte: „Es war eine ganz tolle Solidarität.“ Da die Leitstelle überlastet gewesen sei, hätten sie sich bei Einsätzen gegenseitig über WhatsApp alarmiert. Im gesamten Hörnerkirchener Amtsgebiet seien etliche Äste auf die Straßen gestürzt, sagte Sierk. Manche seien von den Wehren, andere von Landwirten mit Radladern beiseite geräumt worden.

Auch im Amtsgebiet Rantzau hatten die Wehren einiges zu tun. In Heede etwa mussten die Brandbekämpfer am Nachmittag zu einer Werkstatt an der Hoffnunger Chaussee ausrücken: Dort hatten zwei Äste das Dach durchschlagen. Verletzt wurde niemand, da die Arbeiter gerade Pause machten. Mit Hilfe der Drehleiter aus Barmstedt begannen Einsatzkräfte der Heeder Wehr gegen 17 Uhr, die Äste zu zersägen.

Stark betroffen war zudem Bilsen: Dort musste die Wehr zwölf Mal wegen zahlreicher umgestürzter Bäume – unter anderem auf der Zufahrt zum Hotel „Waldfrieden“ – ausrücken. Laut Einsatzleiter Simon Lehnig waren 21 Kräfte mit zwei Fahrzeugen sowie zwei weiteren Fahrzeugen aus Elmshorn im Einsatz. Darüber hinaus war die Wehr – ebenso wie die Barmstedter – mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft zur Unterstützung bei Einsätzen in Quickborn aktiv. „Es war wirklich viel“, sagte Lehnig.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen