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Veranstaltungsende in Barmstedt : Wehmütiger Abschied vom Auenland

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Kinderstadt endet nach einer Woche mit einer großen Abschlussparty. Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Barmstedt | Mit Bedauern und auch Tränen in den Augen haben 120 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren nach einer Woche in der Kinderstadt „Auenland“ vor Kurzem Abschied genommen. Sie hatten das Auenland zu einem funktionierenden demokratischen Gebilde gemacht, Parlament und Bürgermeister gewählt, Geld mit Arbeit verdient und ausgegeben, Diebe gefasst und richtig viel Spaß gehabt.

Zur Abschlussveranstaltung waren die Eltern, die sonst keinen Zutritt zum Auenland hatten, eingeladen. Szazraz (9) zeigte ihren Eltern stolz ihre Arbeitsstätten. Ihr hatte besonders der Job bei der Polizei gefallen. „Ich habe viele neue Freunde gewonnen“, berichtete sie strahlend. „Toll, dass die vielen Helfer es geschafft haben, so viele Kinder eine Woche lang glücklich zu machen“, ergänzte Thilo Möller, dessen Kinder, Frau und Eltern an der Kinderstadt beteiligt waren.

Während der Kinderstadt sorgten Arbeitgeber in Gewerbe und Handwerk sowie Vereine für Vollbeschäftigung. Die Müllabfuhr hielt die Stadt sauber. Polizei und Feuerwehr waren begehrte Arbeitsplätze. Redakteure halfen mit, den täglichen Auenländer Boten herauszubringen. Kinder konnten auch selbst Arbeitgeber werden, eine Idee umsetzen und Geld damit verdienen. Finanzamt, Bank und Arbeitsamt durften nicht fehlen. Die täglich tagenden Politiker lernten im Parlament, dass man jemanden ausreden lässt, zuhört und nicht dazwischen schreit. Auch Skandale gab es: Als die Politik überschüssige Steuern selbst einsacken wollte, gab es so heftige Proteste, dass der Beschluss rückgängig gemacht wurde.

Helga Herbold aus Kaltenkirchen besuchte am Abschlusstag ihre Kinder und Enkel im Auenland. Sie kaufte ein Vogelhäuschen auf dem Markt, wo die in der Woche gefertigten Arbeiten angeboten wurden. Helga Döring war begeistert von den vielen Aktivitäten ihrer beiden Enkel. So hatte Lucia die Putzkolonne als Arbeitsstätte gewählt und festgestellt: „Putzfrau werde ich nie.“ Mit einem lustigen Bühnenprogramm und dem begeisternden Stadtlied „Auenland“ wurden die Stadttore für zwei Jahre geschlossen. „Wir hatten 50 Arbeitgeber. Einige Helfer haben sich extra eine Woche Urlaub genommen, alle arbeiten ehrenamtlich“, sagte Birte Schumacher vom Orgateam. Je zwei jugendliche Betreuer übernahmen eine Gruppe von zehn Kindern. Insgesamt waren 220 Leute dabei. „Die Kinder entwickeln sich im Auenland selbst weiter, es war wieder super“, so Schumachers Fazit.
 

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