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Feuer in ehemaliger Disco : Wedel: Millionenschaden nach Inferno

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Über 200 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer - das Gebäude brannte komplett aus. Zwei Feuerwehrleute verletzten sich im Einsatz.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2017 | 07:30 Uhr

Wedel | Der rot glühende Feuerschein über dem Osten Wedels ist kilometerweit zu sehen. Noch gut eine  Stunde nach der Alarmierung der Wehr schlagen die Flammen meterhoch aus dem Gewerbekomplex an der Rissener Straße. Großeinsatz für mehr  als 180 Einsatzkräfte aus Wedel, Pinneberg, Holm, Prisdorf, Tornesch und Hamburg sowie der Kommunalen Feuerwehrbereitschaft und des ABC-Dienstes des Kreises in der Nacht zu gestern an der B431.

Über das Dachgeschoss des dreistöckigen Gebäudes mit 2000 Quadratmetern Grundfläche, das  unter anderem  ein Asia-Restaurant, ein Casino, zwei Autovermietungen sowie einen Event-Club beherbergt, der morgen in den Räumen der ehemaligen Großraumdisco Maxx neu eröffnet werden sollte, breitet sich der Brand aus. Bald stürzen Teile des Dachs ein. Keine Chance für die Einsatzkräfte, mit einem Löschangriff ins Gebäude vorzudringen, in dem sich nach ersten Erkenntnissen keine Personen aufhalten. Zwischenzeitliche Befürchtungen, es könnten möglicherweise doch eine oder mehrere Personen im Gebäude sein und schlafen, bestätigen sich nicht.

„Ich begleite die Feuerwehr schon seit 1990. So ein Feuer habe ich noch nicht gesehen“, sagt Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos). „Mit Rettungsdienst, Rotem Kreuz, Technischen Hilfswerk und Polizei sind über 220 Einsatzkräfte hier; denen danke ich recht herzlich.“

Flammenmeer breitete sich schnell aus

Um 2.56 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Das Flammenmeer breitete sich laut Michael Bunk vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg schnell über den gesamten Dachstuhl aus. Die Kameraden bekämpften das Inferno von zwei Drehleitern, zwei Teleskopmastfahrzeugen und mehreren Wasserwerfern aus sowie mit handgeführten Strahlrohren. „Für die Wasserversorgung musste eine 1,5 Kilometer lange doppelte Schlauchleitung zu einem leistungsstarken Hydranten an der Ecke Industriestraße / Feldstraße verlegt werden“, sagte Bunk. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Kameraden leicht verletzt: Der eine erlitt eine Rauchgasvergiftung, der andere hatte Kreislaufprobleme. Sie kamen zur Behandlung in eine Klinik.

Obwohl es der Feuerwehr gelang, 30 Pkw aus einer Garage unversehrt zu bergen, schätzt sie den Schaden im Millionen-Bereich. Eine genaue Aussage konnte sie dazu gestern noch nicht treffen – ebenso wenig zur Brandursache. Die Kriminalpolizei ermittelt nun. Die B431 wurde für mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt. Angrenzende Gebäude und die S-Bahn-Linie waren nach Polizeiangaben nicht gefährdet.Oliver Gabriel,Gerrit Bastian Mathiesen

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