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Barmstedter Zeitung

12. Dezember 2017 | 15:26 Uhr

Kirchenkreis : Wechsel an der Spitze

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach sechs Jahren als stellvertretende Pröpstin wird Christiane Melchiors auf eine Gemeindepfarrstelle in Hamburg wechseln. Verabschiedung am 19. April.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 16:30 Uhr

Elmshorn/Itzehoe | Christiane Melchiors ist seit sechs Jahren stellvertretende Pröpstin des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf. Als „Doppelspitze“ hat sie gemeinsam mit Propst Dr. Thomas Bergemann die Reformprozesse der seit 2009 fusionierten Kirchenkreise gelenkt und begleitet. Dieses Pilotprojekt mit der Konstellation von Propst und ständiger pröpstlicher Stellvertretung war durch die Größe des neu entstandenen Kirchenkreises möglich. Während die Amtszeit des Propsten kürzlich um zehn Jahre verlängert wurde, fand Christiane Melchiors es an der Zeit, noch einmal etwas Neues zu beginnen. „Es war Zeit, mich umzuorientieren“, meint sie. Ihre beiden Söhne sind so gut wie aus dem Haus, sie kann mit ihrem Ehemann in Hamburg zusammenziehen und freut sich darauf. So wird die 52-Jährige dem Wohn- und Dienstsitz Itzehoe Adieu sagen und ab 15. Mai als Pastorin mit voller Stelle nach Hamburg-Blankenese wechseln.

Rückblende: Christiane Melchiors studierte in Göttingen, Tübingen und Hamburg. Da ihr neben dem Erwerb theologischen Wissens das praktische Tun einer Seelsorgerin wichtig war, absolvierte sie einen Seelsorgerkursus in Bethel, arbeitete bei der Telefonseelsorge und absolvierte eine psychotherapeutische Ausbildung. Nach verschiedenen Stationen in Hamburg und Dithmarschen kam sie 2006 nach Heiligenstedten. 2009 schlug Propst Dr. Bergemann Christiane Melchiors der Synode des neuen Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf als ständige pröpstliche Stellvertretung vor.

In den vergangenen sechs Jahren haben beide ihre Aufgaben aufgeteilt und Zuständigkeiten formuliert. Melchiors hat die Aufsicht über „Dienste und Werke“ und ist somit Ansprechpartnerin für Pastoren und Mitarbeiter der Ökumene, dem Jugend- und Frauenwerk, der Seelsorgedienste, der evangelischen Bildung und Spiritualität, der Kita-Fachberatung, Fundraising und Flüchtlingsarbeit. Daneben ist sie zuständig für die Bereiche Prädikanten, Kirche und Schule, Geistliche Begleitung, Visitationen und die Arbeit des Pastorenkonvents. Letztere mag sie besonders gern. „Wir treffen uns regelmäßig in der Pastorenrunde, und es ist gute Tradition, in persönlichen und dienstlichen Gesprächen geistliche Gemeinschaft zu spüren, sich gegenseitig zu unterstützen und fortzubilden.“ Auch die Visitationen, die in Kooperation mit dem Propsten stattfinden, waren ihr gute Gelegenheit, mit Menschen vor Ort zu reden, ihre Arbeit wertschätzend wahrzunehmen uns den „Blick von außen“ mitzubringen, der helfen kann. „Es ist pröpstliche Aufgabe, auf Kirchenkreisebene für gute und unterstützende Strukturen zu sorgen, in denen Menschen, die Kirche gestalten, gerne leben, arbeiten und sich gesehen fühlen“, meint Melchiors. Das habe sie als wichtig angesehen und sich gern dafür eingesetzt.

Neue Stelle in Hamburg

Auf ihrer neuen Stelle als Pastorin im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein wird sie wieder sehr nah am Menschen tätig werden. Darauf freut sie sich. „Wieder regelmäßig Gottesdienste ohne besonderen Anlass zu feiern, Menschen in Leid und Glück begleiten. Das wird mir immer wichtig sein“, sagt sie.

Christiane Melchiors freut sich, dass das wohl größte Projekt des Kirchenkreises langsam Gestalt annimmt: das kirchliche Zentrum in Elmshorn. „Der Bau war ein Fusionsversprechen. Gut, dass er nun umgesetzt werden kann. Es zeigt, dass wir mit gesammelter Kraft in Elmshorn als der größten Stadt und einem zentralen Ort unseres Kirchenkreises präsent sind und hier im Verbund mit Diakonie, Diensten und Werken und St. Nikolai etwas Gutes für die Menschen entsteht.“

Wenn alles nach Plan läuft, soll im Juni der oder die Nachfolger/in von Christiane Melchiors gewählt werden. Die Stelle ist zurzeit ausgeschrieben und für die Dauer von acht Jahren zu besetzen. Die Besetzung erfolgt auf Vorschlag des Propstes durch Wahl der Kirchenkreissynode. Neu ist, dass Dienst- und Wohnsitz in Elmshorn sein wird. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai.

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