Wasser soll zehn Cent teurer werden

Wasserkunden in Teilen des Amtsbezirks Rantzau müssen sich demnächst auf höhere Gebühren einstellen.
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Wasserkunden in Teilen des Amtsbezirks Rantzau müssen sich demnächst auf höhere Gebühren einstellen.

WVZV Rantzau einigt sich auf Kosten von 1,10 Euro pro Kubikmeter / Verbandsversammlung hat am 13. Dezember das letzte Wort

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05. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Haushalte in acht Gemeinden rund um Barmstedt müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Wassergebühren einstellen: Nach eingehender Diskussion hat sich der Vorstand der Verbandsversammlung des Wasserverteilungszweckverbands (WVZV) Rantzau dafür ausgesprochen, den Preis für die Haushaltsjahre 2019 bis 2021 anzupassen. Er wird um zehn Cent auf 1,10 Euro pro Kubikmeter Wasser angehoben. „Das ergibt sich aus der Vielzahl von Aufgaben, die wir im Verbandsgebiet durchführen müssen und um in Zukunft planerische Sicherheit zu haben“, erläuterte der Vorsitzende Peter Kroll. „Unser Ziel ist, den Preis für drei Jahre zu halten.“ Zuvor hatte der Preis bei einem Euro gelegen. Dieser war auch über mehrere Jahre unverändert geblieben. Eine endgültige Entscheidung trifft die Verbandsversammlung während ihrer Sitzung am Donnerstag, 13. Dezember.

Der WVZV versorgt die Gemeinden Alveslohe (Kreis Segeberg), Bevern, Bilsen, Bullenkuhlen, Heede, Hemdingen, Langeln und Seeth-Ekholt. Bei Beibehaltung des derzeitigen Gebührensatzes wäre ein Jahresfehlbetrag von etwa 19 000  Euro zu erwarten gewesen, berichtete Kroll weiter. Mit der Erhöhung ergebe sich ein geringer Überschuss, der zum Ausgleich von Fehlbeträgen aus Vorjahren dienen könne. Aktuell werde für den Haushalt 2019 mit einem Überschuss von 2600 Euro gerechnet.

Zur Kenntnis nahm das Gremium den aktuellen Stand des Haushalts 2018, der bis jetzt nur einige wenige Abweichungen gegenüber der Planung aufweist. So hat der Verband mehr Erstattungen für die Herstellung sowie Reparaturen von Bauwasseranschlüssen von Anschlussnehmern erhalten. Ebenfalls wurden mehr Stundungszinsen für Ratenzahlungen vereinnahmt. Die Geschäftsführungskosten, die an das Amt gezahlt werden, sind höher ausgefallen als angenommen, wofür Personal- und Sachkostensteigerungen verantwortlich sind. Ein Nachtragshaushalt sei zum derzeitigen Stand aber nicht erforderlich, so Kroll.

Der Jahresabschluss 2017 des Wasserverteilungszweckverbandes Rantzau weist einen Fehlbetrag in Höhe von etwa 1900 Euro auf. Das stelle eine Verbesserung gegenüber der Haushaltsplanung dar und wurde im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen bei höheren Erträgen erreicht, berichtete die Verwaltung. Der Vorstand legt der Verbandsversammlung nahe, den Jahresabschluss 2017 wie vorgelegt zu beschließen.

In den vergangenen Jahren wurde eine Zunahme des Wasserverlustes im Gebiet festgestellt – ein Thema, mit dem sich auch der Vorstand und die Verbandsversammlung wiederholt befassten. „Wir beabsichtigen, uns nun mit den Stadtwerken Quickborn zusammenzusetzen, um diesem Problem nachzuspüren“, berichtete Kroll. Die Wasserverluste waren laut Verwaltung in den vergangenen Jahren – mit kurzen Ausnahmen – eher angestiegen. Lag der Verlust in 2005 noch bei 15 213 Kubikmetern (3,76 Prozent des Wassers), seien es 2016 22 077 Kubikmeter (4,94 Prozent) und 2017 20 468 Kubikmeter (4,65 Prozent) gewesen.

Der WVZV Rantzau hat in den vergangenen Jahren in allen Mitgliedsgemeinden eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Schieber und Hydranten bei gleichzeitiger Nummerierung durchführen lassen. Im kommenden Jahr sollen die Hydranten in Hemdingen und Bevern überprüft werden – wenn die Verbandsversammlung der Empfehlung des Vorstandes entspricht. Die Unterhaltung des Wasserversorgungsnetzes ist notwendig, um die Betriebssicherheit gewährleisten zu können. Entsprechende Finanzmittel müssen dafür bereitgestellt werden.

Außerdem berichtete Kroll, dass der Kreis Segeberg und die Gemeinde Alveslohe eine komplette Erneuerung der Fahrbahnen im Bereich Bahnhofstraße, Hörn und Hörntwiete im Ort beabsichtigten. Zuvor sollen neue Entwässerungsleitungen für Schmutz- und Regenwasser verlegt werden. Die Verbandsversammlung hatte im Juli beschlossen, im Zuge dessen die Wasserversorgungsleitungen aus Asbestzement und PVC durch Polyethylen-Leitungen im öffentlichen Bereich einschließlich der Grundstücksanschlussleitungen auszutauschen. Die Umsetzung des Projekts soll als eine Maßnahme durchgeführt werden. Auch darüber wird die Verbandsversammlung beraten.

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