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Schlossinsel in Barmstedt : „Was passiert, wenn’s hier brennt?“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wegen Bauarbeiten ist der Weg für Rettungsfahrzeuge zu schmal. Die Feuerwehr muss vor der Brücke halten.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Sonntagnachmittag. Auf der Schlossinsel im Rantzauer See wird ein medizinischer Notfall gemeldet. Doch mit dem Rettungswagen kommen die Sanitäter nicht durch: Weil der Gehweg hinter der Brücke saniert wird, ist die weitere Zufahrt für  das breite Fahrzeug zu schmal. Notgedrungen, müssen die Retter den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. „Das ist ja schon schlimm genug. Aber was passiert, wenn es dort brennt und die Feuerwehr auf die Insel muss?“, fragen sich zwei besorgte Barmstedter, die unserer Zeitung den Vorfall schilderten. Sollte das Feuer gar im Obergeschoss des Herrenhauses ausbrechen, „brauchen sie doch bestimmt eine Drehleiter. Und mit der kommen sie da auf keinen Fall hin.“

Barmstedts Wehrführer Uwe Schinkel kennt das Problem. „Für uns beginnt es allerdings schon vor der Brücke – und die war schon immer etwas heikel, denn wir dürfen nicht drüberfahren, weil die Tragfähigkeit für unsere Fahrzeuge nicht gewährleistet ist.“ Nach Informationen unserer Zeitung ist die Brücke für eine Höchstlast von neun Tonnen ausgelegt – und manche Löschfahrzeuge bringen deutlich mehr auf die Waage (siehe Info-Kasten).

Sollte ein Einsatz auf der Schlossinsel nötig sein, „dann müssen wir eben vor der Brücke stehen bleiben und unsere Ausrüstung den Rest des Weges schleppen“, sagt Schinkel pragmatisch. Wegen der „überschaubaren Längen“ sei das aber machbar. Auch, was das Herrenhaus betrifft, gibt Schinkel Entwarnung: „Das ist nicht so hoch, dass wir eine Drehleiter bräuchten. Das wäre auch mit Handleitern zu schaffen.“ Insofern sei die Lage „nicht so dramatisch, wie sie scheint“.

Stadtsprecher Wolfgang Heins erklärte gestern auf Anfrage, die Baustelle könne nicht anders eingerichtet werden. „Deshalb kann es leider vorkommen, dass auch Einsatzkräfte eine Strecke zu Fuß überbrücken müssen.“ Wann die Sanierungsarbeiten, die Ende Juli begonnen haben, abgeschlossen sein werden, konnte Heins nicht sagen. Es läge aber „alles im Zeitplan“.

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