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Westerhorn : Wände als Schutz gegen den Zuglärm

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Pläne der Bahn für Westerhorn werden am Montag im Verkehrsausschuss beraten. Der Bahnhof soll weitere Fahrradständer bekommen.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Westerhorn | Erst hört man das Geräusch der Räder auf den Schienen, das immer lauter wird. Dann wackelt der Boden leicht, und der Zug schießt mit hohem Tempo an den Häusern an der Westerhorner Gärtnerstraße vorbei. Wohnungen und Gleise liegen nur wenige Meter voneinander entfernt und werden nur von der Leitplanke und der Straße getrennt. Ein paar Schritte weiter steht zwar ein längerer Holzzaun – aber er nimmt nur die Sicht auf die Züge. Der Lärm bleibt. Doch damit könnte bald Schluss sein.

Im Bereich der Straßen Am Beek, Im Hufeisen und Gärtnerstraße sollen nach aktuellen Plänen der Bahn 2018 Lärmschutzwände errichtet werden. Das berichtet Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis. Derzeit erfolgt die Erarbeitung des schalltechnischen Gutachtens, das im ersten oder zweiten Quartal 2016 fertiggestellt sein soll. Die Prüfung der technischen Machbarkeit stehe noch aus, so Meyer-Lovis. Eine Informationsveranstaltung für die Anwohner ist im Verlauf des nächsten Jahres vorgesehen.

Die Wände seien mit einer Höhe von drei Metern über der Schienenoberkante geplant. Die Wand an der Gärtnerstraße könnte 465 Meter lang, die im Bereich der Grundstücke Im Hufeisen 339 Meter und die an der Straße Am Beek 257 Meter lang werden. Die Bahn betont aber, dass es sich dabei um erste grobe Planungen handelt, die sich während des laufenden Verfahrens noch ändern können.

Darüber hinaus laufen laut Meyer-Lovis derzeit die Abstimmungen innerhalb der DB AG für die betriebliche Einordnung. „Während der Bauarbeiten kann es zu Gleissperrungen und Einschränkungen im Zugverkehr kommen. Das muss sehr genau geplant werden“, so der Pressesprecher. Die Bauarbeiten sind für 2018 vorgesehen. „Eine abschließende Aussage kann allerdings momentan noch nicht getroffen werden, da die finalen Abstimmungen mit dem Fahrplan laufen.“

Öffentlich werden die Pläne erstmals am kommenden Montag, 23. November, ab 19.30 Uhr während des Westerhorner Ausschusses für Planung, Wirtschaft und Verkehr, im Lindenhof, Bahnhofstraße 25, beraten. Das berichtet der Ausschussvorsitzende Harry Unger (CDU). „Die Bahn hat ein Programm, in dessen Rahmen bestimmte Streckenabschnitte mit Lärmschutzwänden versehen werden. Dieses Mal fallen wir darunter.“ Die Bahn überplane derzeit den Bereich zwischen Horst und Neumünster, berichtet auch Wolfgang Rubart von der Verwaltung der Stadt Barmstedt. Nach der Planung würden die Gemeinden in das Verfahren eingeschaltet werden, sagt er. Vorschläge für Pläne gebe es in Westerhorn und Osterhorn. Wo die Bebauung besonders dicht ist, seien die Lärmschutzwände geplant, ergänzt Unger. Wo sie weniger dicht ist, seien Maßnahmen am Haus möglich.

Während der Sitzung am Montag wird es auch um zusätzliche Fahrradständer im Bereich zwischen Lindenhof und Bahnhof gehen. Denn davon gebe es auf dieser Seite der Gleise viel zu wenige, so Unger. „Die Räder werden überall hingestellt und festgebunden. Wir würden gern einen neuen Fahrradständer anbieten.“ Da es sich bei der Fläche aber um Bahngelände handle, müsse das Unternehmen das erst noch genehmigen, gibt der Ausschussvorsitzende zu bedenken.

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