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Barmstedter Zeitung

17. Oktober 2017 | 18:57 Uhr

Barmstedt : Von Blumen, Fitness und Verfall

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Sänger Axl Makana präsentiert sein Soloalbum in der Kulturschusterei. Der Künstler engagiert sich bei Hilfsprojekten in Äthiopien.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Am Freitagabend nahm der Singer-Songwriter Axl Makana sein Publikum mit auf eine musikalische Reise in seine Welt. In der Kulturschusterei präsentierte Makana, der durch die Band „Mutabor“ bekannt geworden ist, sein zweites Soloalbum „Mein Optimistick“. Bevor Axl Makana, der mit bürgerlichem Namen Axel Steinhagen heißt, mit seinem Konzert begann, dirigierte er sein Publikum dichter an die Bühne heran. „Mit meinen Zuschauern zu kommunizieren ist mir sehr wichtig“, erzählte der 46-jährige Musiker und griff zu seiner Gitarre. „Ich möchte Natur und Menschen verbinden.“ So widmete er nicht nur Schokolade einen Song, sondern auch der gesunden Avocado. Makana sang über Pusteblumen, Fitness und den Verfall des Alterns.

Das Wort Makana kommt aus Äthiopien und bedeutet übersetzt ekstatisches Hochgefühl. Genau dieses Gefühl transportierte Axl Makana bei seiner Performance. „Die Interaktion mit ihm hat mir am besten gefallen“, verriet der Barmstedter Marc Schölermann.

Makana besingt aber nicht nur seinen Glauben an das Gute, sondern er tut es auch. 2008 musizierte er in einer Schule in Äthiopien. Wieder zurück reifte der Gedanke, für Kinder in Äthiopien mehr zu machen. Er gründete den Verein „Viva Humanidad“. Makanas Ziel ist es, mit dem Hilfsprojekt die Lernsituation in Äthiopien zu verbessern. Er sammelt Spenden um Schulen zu bauen. 2014 wurde die erste Schule fertig gestellt. Der Doku-Film „The Spirit of Doing“ handelt vom Bauprojekt. Der Film ist bei Youtube zu sehen.

Makana wuchs in Wismar auf. Mit Musik hatte der heute in Berlin lebende Künstler in seiner Kindheit nicht viel zu tun. Dies änderte sich schlagartig im Alter von 17 Jahren. Makana wollte seine Katze von einem Dach retten und stürzte neun Meter in die Tiefe. Er überlebte wie durch ein Wunder. „Nach dem Unfall hatte ich das Gefühl, dass mein Gehirn neu programmiert worden war, denn plötzlich wollte ich, trotz meiner gebrochenen Hände, unbedingt Gitarre spielen“, verriet Makana, der seit diesem Erlebnis optimistisch durchs Leben geht. „Ich singe nie gegen was. Ich singe immer nur für was“, sagte Makana, dem es immer darum geht, gute Gefühle weiterzugeben. „Optimistick hört sich positiv an. Seine deutsche Musik hat mich überzeugt. Ich bin begeistert“, sagte die Barmstedterin Renate Wickhorst. Mit dem Song „Welcome to Makana“, beendete Makana sein Konzert. Aber erst nach drei Zugaben ließ ihn sein Publikum von der Bühne.

Als Vorband trat Zoe Steudel aus Kiel auf. Die Künstlerin präsentierte Lieder, die in der Folkmusik zuhause sind. Ein Song war erst am Vorabend fertig geworden. „Er hat noch keinen Namen“, erklärte die 17-Jährige. „Jung und alt hat den Weg zu uns gefunden. Barmstedt ist bereit für Kultur“, freute sich der Inhaber der Kulturschusterei, Matthias Grütz.

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