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Landfrauen Barmstedt-Rantzau : Von 0 auf 156 an einem Abend

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vor 25 Jahren wurde der Landfrauenverein Barmstedt-Rantzau gegründet. Das Jubiläum wird am Sonnabend in Heede gefeiert.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Lange hatten sie die Vereinsgründung vorbereitet. Vorgespräche wurden geführt, über das Programm beraten und ein Versammlungstermin einberufen. Am 10. September 1992 war es dann soweit: Engagierte Frauen aus der Region Barmstedt gründeten in der Stadt den Landfrauenverein Barmstedt-Rantzau, den damals achten Ortsverein auf Kreisebene. Der Verein für Barmstedt und die Umlandgemeinden sei einer der jüngsten im Kreis Pinneberg, berichten Susanne Hachmann, Ingrid Vollert, Helga Kuczorra und Gudrun Greßmann. Das 25-jährige Bestehen feiern die Landfrauen am Wochenende während einer internen Veranstaltung im Vereinslokal „Heeder Damm“.

Ein Bild aus der Barmstedter Zeitung am 11. September 1992 zeigt den ersten Vorstand des Vereins um die damalige Vorsitzende Annegret Hachmann aus Bevern. Der Landfrauenverein arbeite aktiv in den Gemeinden und solle den Mitgliedern die Chance zur Wiedereingliederung ins Berufsleben und zum Nebenerwerb geben, berichtete die Kreisvorsitzende Inge Hatje damals. Der Verein richte sich nicht nur an Bäuerinnen, sondern an alle, die in den ländlichen Gemeinden wohnen, unterstrich Hachmann in ihrer Antrittsrede. „Was hier nämlich fehlt, ist das kulturelle Angebot“, sagte sie.

Etwa 200 Frauen kamen laut Barmstedter Zeitung zur Gründungsversammlung, 156 hatten sich laut Susanne Hachmann aus dem heutigen Vorstand des Vereins damals nach der Gründung als Mitglied eingetragen. „Man sieht den Bedarf dieses Vereins“, sagt sie. Und weiter: „Wir wollen, dass sich Frauen aus dem ländlichen Raum bei uns treffen und austauschen können.“ Unter anderem auf Landesebene würden auch Seminare angeboten. „Wir vermitteln das als Ortsverein“, so Greßmann.

Die Struktur des Vereins habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, berichten die Landfrauen. Gab es früher noch eine erste Vorsitzende samt Stellvertreterinnen, wurde die Last im Jahr 2003 auf mehrere Schultern verteilt. „Seitdem gibt es ein Dreier-Gremium, weil sich bei den Wahlen keine Vorsitzende mehr fand. Wir teilen uns die Arbeit auf“, so Hachmann, die derzeit zusammen mit Kuczorra und Vollert das Dreier-Team bildet. „Das war für uns die richtige Entscheidung.“ In den einzelnen Gemeinden sind die Ortsvertrauensdamen erste Ansprechpartnerinnen. Etwa 250 Mitglieder hat der Verein derzeit; sie kommen aus Barmstedt und den Gemeinden des Amts Rantzau außer Bilsen sowie einige aus Seeth-Ekholt und Uetersen. Genauso wie andere Vereine suchen auch die Landfrauen nach Nachwuchs – jüngere Frauen, die Interesse daran haben, Mitglied zu werden. „Das ist überlebenswichtig für die nächsten 20 Jahre“, sagt Hachmann.

Besonders verdientes Mitglied des Landfrauenvereins sei außer der ersten Vorsitzenden Annegret Hachmann sowie Anke Brühe auch Erna Arps aus Barmstedt, berichten die Vorstandsmitglieder. Arps war in den 2000ern Vorsitzende gewesen und habe viel für den Verein getan. „Sie ist eine Institution, kennt alle Mitglieder und ist auch Ehrenmitglied geworden“, so Greßmann.

Heutzutage organisiert der Verein weiter Veranstaltungen, Tagestouren und Reisen, an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können. „Die Gemeinschaft ist uns wichtig“, sagt Hachmann. „Und die Themen der Abende sind vielfältig“, ergänzt Greßmann. Darüber hinaus spiele der Verein eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt Barmstedt – wie zum Beispiel beim Maibaumaufstellen oder Weihnachtsmarkt. Ein offenes Angebot ist zudem die Fahrradgruppe, die von Mai bis September immer mittwochs um 17 Uhr vom Barmstedter Marktplatz aus auf Tour geht.

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