Projektwochen : Vom Trommeln bis zum Polospielen

Im Mittelpunkt der Aufführung in Hemdingen standen außer den Schülern vor allem die Trommeln.
Im Mittelpunkt der Aufführung in Hemdingen standen außer den Schülern vor allem die Trommeln.

Projektwochen an Grundschulen in Barmstedt, Bokholt-Hanredder und Hemdingen: Schüler zeigen ihre Ergebnisse.

shz.de von
27. März 2017, 10:00 Uhr

Barmstedt/Bokholt-Hanredder/Hemdingen | Unterricht einmal anders – so könnte man die Projektwoche an der James-Krüss-Schule in Barmstedt, der Außenstelle in Bokholt-Hanredder und der Hemdinger Grundschule überschreiben. Die Schüler aller drei Schulen präsentierten am Freitagnachmittag die Ergebnisse ihrer Projekte. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich anzuschauen, was die Schüler binnen einer Woche erarbeitet hatten.

Eine Besonderheit gab es in Barmstedt und Bokholt-Hanredder: „Die Kinder waren nicht unbedingt an die Projekte in ihrer Schule gebunden“, erläuterte Schulleiterin Anke Bothe. „Sie hatten die Möglichkeit des Wechsels, wenn sie ein Projekt in der jeweils anderen Schule interessierte.“ Doch nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb konnten die Schüler an einem Projekt mitwirken - beispielsweise auf dem Gut Aspern. Dort lernten sie unter anderem das Polospiel und die Pferdepflege kennen. Angeleitet und unterstützt wurden sie in den Gruppen nicht nur von Lehrkräften, sondern ebenso von Eltern, wobei einige schon häufiger mit von der Partie gewesen waren.

Jedes Projekt, das präsentiert wurde, war interessant und lud zu eingehender Beschäftigung damit ein – angefangen vom Filzen, Weben, Kochen von türkischen Gerichten und Malen bis hin zu physikalischen Experimenten, Theater und Drucken für die erste Klasse. Unterstützt wurde die Projektwoche von den jeweiligen Freundeskreisen der beiden Schulen. Ihnen sowie den Eltern, die die Cafeteria organisierten, sei sie sehr dankbar, sagte Bothe.

In Hemdingen stand Afrika mit Mittelpunkt der Projektwoche. Elefanten, Zebras, Vögel, Krokodile und Sterne haben mit Trommelrhythmen am Freitag die Sporthalle an der Grundschule erbeben lassen. Nach der Projektwoche der Schüler mit dem Trommelpädagogen Bernhard Heitsch führten die Schüler den Eltern, Großeltern und Geschwistern in der vollen Halle bei dem Mitmachkonzert ihre Ergebnisse vor. 130 Trommeln waren im Einsatz. Dazu wurde getanzt und gesungen. „Uns hat das Trommeln voll erwischt. Während der Projektwoche hatten die Kinder immer ein Lied auf den Lippen, es war toll“, sagte die Schulleiterin Regina Knösel zur Begrüßung.

Der Funke sprang über. Unter der Leitung von Heitsch trommelten sich die Schüler von Afrika auf dem Wasserwege bis nach Hem-dingen. Die Kinder zeigten außerdem ihre während der Woche gebastelten Tiermasken, Stirnreifen und T-Shirts. Die einzelnen Gruppen stellten sich mit typischen Tierbewegungen vor und wurden vom Trommeln und Gesang der Mitschüler begleitet. Da schwangen Elefantenrüssel, wippten Vogelfedern, klapperten Krokodilmäuler, bebte die Erde beim Galopp der Zebras und glitzerten die Sterne bei romantischer Mu-sik.

Die Zuschauer waren begeistert. Hartmut und Wal-traud Mohr aus Heede schauten ihrer Enkelin Janne (8) zu. „Die Enkel werden so schnell groß, da wollen wir möglichst viel mit ihnen zusammen genießen“, sagten die beiden mit einem Lächeln. Der Schulausschussvorsitzende Reimer Offermann aus Heede ließ sich die Aufführung auch nicht entge-hen: „Die Begeisterung der Kinder und ihre leuchtenden Augen haben mir sehr gefal-len“, sagte er.

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