Brande-Hörnerkirchen : Volksbank-Aus und Post-Ärger

<p>Hökis Amtsausschuss-Mitglieder sprachen über das Volksbank-Aus und Probleme bei der Briefzustellung.</p>
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Hökis Amtsausschuss-Mitglieder sprachen über das Volksbank-Aus und Probleme bei der Briefzustellung.

Der Amtsausschuss Hörnerkirchen hat vor Kurzem über das Aus für die Volksbank-Filliale in Brande-Hörnerkirchen diskutiert. Für Senioren im Amtsbezirk wolle die Bank ein Konzept erarbeiten, hieß es.

shz.de von
06. März 2017, 16:23 Uhr

Westerhorn | Das endgültige Aus der Volksbankfiliale in Hörnerkirchen war ein Hauptthema während der jüngsten Amtsausschuss-Sitzung im Westerhorner Lindenhof. „Wir haben unser Möglichstes getan“, betonte Amtsvorsteher Bernd Reimers mit Blick auf das Ringen der örtlichen Politik um den Erhalt der Filiale. Die Volksbank habe zugesichert, dass zumindest der Geldautomat erhalten bleibe. Vorerst im Bankgebäude, später vermutlich im neuen Edeka-Markt im Dorfzentrum, der gerade geplant werde.

Noch gibt es in Brande-Hörnerkirchen einen Einzahlungs- und Auszahlungsautomaten. Nach dem Volksbank-Aus Ende März werde es wohl nur noch eine Auszahlungsmöglichkeit geben, kündigte Reimers an. Weil der Einzahlungsautomat störanfällig sei, und es dann kein Personal mehr vor Ort gebe, hätte sich die Bank für diesen Schritt entschieden.

Insbesondere für die Senioren im Amtsgebiet sei ein Geldbote angedacht. Auch wolle die Bank mehrere feste Ansprechpartner stellen, an die sich die Kunden aus dem Norden des Kreises Pinneberg wenden können. Diese würden aller Voraussicht nach in einem Infobrief der Bank explizit noch vorgestellt werden. Generell wolle die Bank ein Konzept für die Senioren erarbeiten und dieses dann in den vier Gemeinden des Amtes Hörnerkirchen vorstellen. Die Termine hierfür stünden aber noch nicht fest.

Ein weiteres Problem wollen die Politiker in möglichst naher Zukunft lösen. „Die Briefzustellung ist ein weiteres unserer Sorgenkinder“, so Reimers. Die Postboten würden nicht mehr täglich überall die Briefe zustellen. Vor allem in den Außenbereichen gebe es Haushalte, die nur noch zweimal pro Woche ihre Post bekämen. Er habe bereits Mitarbeiter der Post angesprochen, erklärte Reimers. Die Antwort: „Wir müssen Dienst nach Vorschrift machen.“ Und die sehe anscheinend so aus, dass „nicht mehr zugestellt wird, wenn die Arbeitszeit vorbei ist.“ Nun wollen sich die Politiker erkundigen, wer sich auf Seiten der Post dieses Problems annehmen könnte.

Besser sieht es hingegen beim Thema Breitbandausbau aus. Nachdem die Stadtwerke Neumünster fast alle Haushalte im Amt ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen haben, wirbt das Unternehmen nun um weitere Neukunden. Die jüngste „Nachverdichtungs-Aktion“ im vergangenen Herbst habe rund 80 neue Verträge gebracht, sagte Reimers. Damit sei die Gesamtzahl auf 863 gestiegen. 773 Hausanschlüsse gebe es im gesamten Amtsbereich, 707 davon seien inzwischen „aktiv geschaltet“.

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