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Heede/Bokholt-Hanredder : Vier weitere AKN-Übergänge stehen im Fokus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die AKN will Ideen zur Sicherung von vier Bahnübergänge im Amtsbezirk Rantzau entwickeln. Die Gemeinden verweisen auf die Verhältnismäßigkeit.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Heede/Bokholt-Hanredder | Werden nach den Bahnübergängen am Bornkamp in Barmstedt und an der Waldstraße in Bokholt-Hanredder bald vier weitere unbeschrankte AKN-Übergänge in der Region stärker gesichert? Mit diesem Szenario setzen sich derzeit die Gemeinden Heede und Bokholt-Hanredder auseinander. Hintergrund dazu sind Überlegungen der AKN. Im Fokus stehen dabei die wenig frequentierten Übergänge Lohe und Kortenhagen in Bokholt-Hanredder, die Sternkreuzung in Heede und ein weiterer Feldweg wenige hundert Meter weiter in Richtung Barmstedt, berichteten Heedes Bürgermeister Reimer Offermann und Bokholts Bürgermeister Wolfgang Mohr.

Der Umbau des AKN-Bahnübergangs Waldstraße/Beim Reihergehölz zwischen Bokholt-Hanredder und Barmstedt hat laut Verwaltung mehr als 230.000 Euro gekostet. Ein Drittel der Summe war auf Bokholt-Hanredder entfallen. Abzüglich der Fördermittel in Höhe blieb für die Kommune ein Restbetrag von etwa 12.000 Euro, hatte Bürgermeister Wolfgang Mohr vor Kurzem mitgeteilt. In Heede könnten die Kosten höher liegen, weil es an den Übergängen keine Stromanschlüsse gebe, so die Verwaltung des Amts Rantzau.

Während der jüngsten Sitzung des Heeder Bauauschusses war ein Vertreter der AKN eingeladen worden, um über die Absichten des Unternehmens zu berichten. Man habe den Termin allerdings kurzfristig nicht wahrnehmen können, bedauerte Christiane Lage-Kress, Pressesprecherin der AKN. Bürgermeister Reimer Offermann hatte daher das Thema kurz erläutert. Möglicherweise gehe es dabei auch um einen Schrankenbetrieb, so der Heeder Bürgermeister. Das Unternehmen verwies auf Anfrage darauf, dass es noch keine konkreten Pläne gebe. Es gehe vielmehr darum, Ideen zu entwickeln, sagte Pressesprecherin Christiane Lage-Kress im Gespräch mit shz.de.

Anders als am Bornkamp und der Waldstraße, betrachten die Gemeinden große Investitionen in Schranken an den vier Übergängen eher skeptisch – zum einen wegen des geringen Verkehrsaufkommens, zum anderen aufgrund der hohen Kosten, die bei einer Installation von Schranken entstehen würden. Denn die würden laut Verwaltung des Amts Rantzau zu je einem Drittel auf die AKN, das Land und die Gemeinde entfallen. In Heede seien von den Überlegungen der AKN die Sternkreuzung in den Heeder Tannen und ein Feldweg westlich davon betroffen, so Offermann. „Die Straßen sind für den Straßenverkehr gesperrt. Nur landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen dort fahren.“ Hinsichtlich Schranken solle man die Sinnhaftigkeit überdenken.

Ähnlich äußerte sich Bokholts Bürgermeister Wolfgang Mohr auf Anfrage. Bislang habe es zwar nur Gespräche gegeben, und es läge nichts Konkretes vor. Aber auch er mahnte an: „Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.“ Mit den Bahnübergängen am Bornkamp und der Waldstraße, wo seit Anfang März die Schranken in Betrieb sind, seien die beiden Wege Kortenhagen und Lohe nicht zu vergleichen.

Lage–Kress betonte, man befinde sich noch in einem vagen Anfangsstadium. „Wir möchten uns austauschen.“ Auch gehe es nicht darum, die Züge zu beschleunigen, um den Takt nach Henstedt-Ulzburg zu verdichten. Auf der AKN-Linie 3 gelte ein Limit von Tempo 80. Zudem gebe es in den Heeder Tannen eine Langsamfahrstelle. Maßnahmen würden in Abstimmung mit den Gemeinden erfolgen, so die Pressesprecherin weiter. Während einer der nächsten Ausschusssitzungen in Heede soll noch einmal ein Vertreter der AKN eingeladen werden, um über die weiteren Pläne zu sprechen, kündigte Offermann gestern an.

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