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Barmstedter Zeitung

18. August 2017 | 15:22 Uhr

Heede : Viele Vernünftige und einige Raser

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Geschwindigkeit auf der Hemdinger Chaussee und im Steindamm gemessen. Polizei: Ergebnisse, die man täglich auf der Straße sieht.

Viele Autofahrer, die sich an die Tempolimits in Hemdingen und Heede halten, und einige starke Ausreißer: Das ist das Ergebnis einer zweiten stichprobenartigen Auswertung des Geschwindigkeitsmessgeräts, das vom Schulausschuss der Grundschule Hemdingen angeschafft worden war (siehe Info-Kasten). In den vergangenen Monaten hing die Tafel unter anderem am Steindamm in Hemdingen und an der Hemdinger Chaussee in Heede (siehe Karte). Dort hielten sich im Messzeitraum zwischen dem 14. März und dem 7. April etwa 68 Prozent der Autofahrer an das Tempolimit und fuhren 60 km/h oder langsamer. Besonders negativ fiel hingegen ein Raser am 1. April gegen 11.30 Uhr auf. Er soll mit 174 km/h auf der Hemdinger Chaussee in Richtung Hemdingen unterwegs gewesen sein. Andere waren mit 142 oder 135 km/h auf der Straße unterwegs.

Im Steindamm, wo das Gerät unter anderem zwischen dem 2. und dem 12. Januar und den 13. und dem 20. Januar das Tempo maß, waren etwa 62 Prozent der Autofahrer im Rahmen des Tempolimits von 50 km/h unterwegs. Gemessen wurde jeweils in beide Richtungen.

Der Hemdinger Arnold Boehnke wertet die Daten aus. Seine Ergebnisse leitet er mittlerweile an die Barmstedter Polizei und die Landespolizei weiter. „Ein Großteil der Autofahrer hält sich an das Tempolimit“, sagt Boehnke. „Aber es gibt auch einige Ausreißer, vor allem in der Mittagszeit.“ Gerade in der Hauptverkehrszeit, wenn die Straße frei sei, werde schnell gefahren. Für die Barmstedter Polizei seien die Daten nicht überraschend, sagt Polizeihauptmeister Heiko Querling. „Es sind Ergebnisse, die man täglich auf der Straße sehen kann.“ Der Großteil der Autofahrer würde vernünftig fahren, betont er. Es gäbe aber auch immer wieder Fahrer, die die Limits übertreten würden.

Auf der Hemdinger Chaussee waren Mitte März und Anfang April 98  117 Fahrzeuge gemessen worden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 55 Stundenkilometern. 31,64 Prozent der Autofahrer waren zu schnell, 26 Prozent davon lagen im Bereich zwischen 61 und 70 km/h.

Auf dem Steindamm waren Anfang des Jahres 40  546 Fahrzeuge gemessen worden, die durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 48 km/h. 38,19 Prozent der Autofahrer waren zu schnell, 34 Prozent davon lagen im Bereich von 51 bis 60 km/h. Bei der anschließenden Messung vom 13. bis zum 20. Januar wurden nur 30199 Fahrzeuge gemessen, die Ergebnisse sind aber fast identisch. „Die Durchschnittsgeschwindigkeit stimmt“, so Boehnke, „aber die Ausreißer sind sehr extrem.“

Höchster gemessener Wert auf dem Steindamm waren 144 km/h, auf der Hemdinger Chaussee sogar 174 km/h. Querling gibt zu bedenken, dass es sich dabei auch um einen Messfehler handeln könnte, aber: „Theoretisch sind eigentlich keine Messfehler möglich“, so der Polizeihauptmeister. Die Strafe für eine derart überhöhte Geschwindigkeit sei hoch. Unter anderem würde der Führerschein mehrere Monate entzogen werden. Auch weitere Fahrzeuge waren auf der Hemdinger Chaussee mit teils abenteuerlichen Geschwindigkeiten gemessen worden.

Mit den gewonnenen Daten des Messgeräts sei es möglich, über die Tempolimits auf den Straßen zu sprechen – zum Beispiel über Tempo 30 auf dem Steindamm in Hemdingen, so Boehnke weiter. Monatsweise werde das Gerät umgehängt. Derzeit ist es nahe der Grundschule angebracht, wo kürzlich die Uhrzeiten, zu denen Tempo 30 gilt, erweitert worden sind. Die Auswertung steht demnächst an.

Karte
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erstellt am 25.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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