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Barmstedt feiert Jubiläum : Viele Ideen zum 875. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vereine, Schulen und Künstler wollen sich an den Feierlichkeiten beteiligen. Die Verwaltung sammelt bis Ende Mai Vorschläge.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 15:55 Uhr

Barmstedt | 2015 wird Barmstedt 875 Jahre alt. Und wenn allein das umgesetzt wird, was während des Bürger-Abends an ersten Ideen kam, wird die Stadt im nächsten Jahr aus dem Feiern nicht herauskommen. So will das Tourismusbüro der Stadt versuchen, die NDR-Sommertour nach Barmstedt zu holen. Der NABU würde seine jährliche Vogelstimmentour an den Rantzauer See verlegen – was sich auch die Singgemeinschaft für ihr Konzert vorstellen kann.

Auch die Schüler der Gemeinschaftsschule und des Gymnasiums würden sich einbringen, sagte Rainer Wieschendorf. „Sie könnten in der Geschichte rumwühlen, Bürger befragen und eine Festschrift erstellen oder ein Theaterstück aufführen.“ Die Geschichtswerkstatt schlug unter anderem vor, geschichtsträchtige Orte nach Elmshorner Vorbild mit Hinweistafeln zu versehen – „denn solche Orte gibt es auch in Barmstedt“, sagte Michael Theilig. Die AG Stolperstein würde sich gern der Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 widmen. „Das wurde zum 850. verpasst“, sagte Lucian Bucke. Außerdem könne eventuell ein zweiter Stolperstein verlegt werden.

Barmstedt könnte 2015 auch zum kulturellen Mittelpunkt des Kreises werden: „Wir könnten auf der Schlossinsel und in der Innenstadt den Kreiskulturtag feiern“, sagte Karin Weißenbacher. „Die Zusage gibt’s schon.“ Darüber hinaus regte sie an, die Insel an einem Tag zu illuminieren. „Das hätte eine tolle Außenwirkung.“

Der Handels- und Gewerbeverein (HGB) würde die Aktion „Kunst im Schaufenster“, der Kinderfestausschuss das Kinderfest und die Freiwillige Feuerwehr ihr 140-jähriges Bestehen mit der Geburtstagsfeier verbinden. „Wir würden wohl eine große Party organisieren“, sagte Wehrführer Uwe Schinkel. Die örtlichen Theatergruppen können sich ein gemeinsames Stück zum Thema „Mittelalter in Barmstedt“ vorstellen, Hans-Jürgen Schack (Haus & Grund) die Aktion „Offene Gärten“.

Während an Ideen kein Mangel herrschte, ist die Finanzierung noch völlig unklar. Die 850-Jahr-Feier habe 100.000 DM gekostet, sagte Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB). „Wir sollten möglichst viel mit Eintrittsgeld abdecken und für die Stadt etwas sparsamer haushalten“, mahnte Petra Krämer (SPD), die den Abend leitete. Wie begrenzt der finanzielle Spielraum der Stadt sei, zeige die Erhöhung der Hundesteuer, ergänzte Hans-Christian Hansen (SPD).

Schließlich einigten sich die Anwesenden darauf, dass alle Vorschläge einschließlich Kosten und Finanzierungskonzept bis Ende Mai beim Tourismusbüro eingereicht werden sollen. Ergänzend werde eine Planungsgruppe gebildet, die sich um die Koordinierung der Vorschläge kümmern soll. „Wir müssen uns etwas sputen“, mahnte Krämer. „Wenn bis Jahresende alles stehen soll, wird’s eng.“

Wer sich an der 875-Jahr-Feier beteiligen möchte, kann sich bis Freitag, 30. Mai, bei der Stadt melden. Kontakt: Stadt Barmstedt, Tourist-Marketing, Am Markt 1, 25355 Barmstedt, Telefon 04123/68140, Fax 04123/68160, E-Mail: tourismus@stadt-barmstedt.landsh.de.
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