Viel Arbeit nach den Herbststürmen

Wehrführer Ulf Glismann (links) gratulierte den beförderten und gewählten Brandbekämpfern.
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Wehrführer Ulf Glismann (links) gratulierte den beförderten und gewählten Brandbekämpfern.

Bullenkuhlener Wehr muss nach „Xavier“ und „Herwart“ zu mehreren Einsätzen ausrücken

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22. Januar 2018, 16:09 Uhr

Ähnlich wie die Feuerwehren aus Bevern und Bilsen hat auch die Bullenkuhlener Wehr ein „stürmisches“ Jahr erlebt. Das wurde auf der Hauptversammlung in der Gastwirtschaft „Harbeck“ deutlich, während der Wehrführer Ulf Glismann auf die vielen Einsätze hinwies. Die zunehmende Zahl an Stürmen – im Herbst waren es „Xavier“ und „Herwart“ und die hohen Windgeschwindigkeiten hätten für die Bullenkuhlener Wehr viel Arbeit bedeutet. „Wir sind insgesamt sieben Mal ausgerückt, um technische Hilfe bei Sturmschäden zu leisten“, stellte Glismann in seinem Rückblick fest.

Dabei hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun: Wo Bäume umgefallen waren, stellten sie Absperrungen auf oder griffen zur Motorsäge. Zudem galt es, viele kleinere Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. Nachbarschaftliche Löschhilfe leisteten die Bullenkuhlener zweimal in Bevern. So bekämpften sie dort gemeinsam mit mehreren Wehren aus dem Amtsbezirk Rantzau und Barmstedt einen Carportbrand. Dabei konnte verhindert werden, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen. Bei diesem Einsatz sei aber festgestellt worden, dass es Schwierigkeiten mit dem Digitalfunk gebe, so Glismann. Daran soll intensiv gearbeitet werden. Die zweite Löschhilfe verlief laut Glismann wesentlich unspektakulärer. Zum Einsatz kam die Wehr auch bei einem Kleinbrand in Bullenkuhlen, bei einer Tragehilfe und bei einem Unfall im Mühlenweg. Insgesamt rückte die Bullenkuhlener Wehr im vergangenen Jahr dreizehn Mal aus.

Zu den geleisteten Einsätzen kommen noch eine Reihe von Übungen und Veranstaltungen hinzu. Dazu zählen neun Dienstabende mit einer Dienstbeteiligung von 65 Prozent und einer Einsatzbeteiligung von 70 Prozent. Ebenso mehrere Funkdienste im Funkkreis, die Mitwirkung am Dorffest und am Volkstrauertag sowie Routinefahrten und das Abpumpen von Brunnen. Immer wieder fielen auch Arbeiten am und im Gerätehaus an, insbesondere an der Ausrüstung und dem Gerät. Die Wehr half zudem beim „Frühjahrsputz“. Vertreten waren sie auch beim 20-jährigen Bestehen der Verbindung mit der Freiwilligen Feuerwehr Schönebeck/Prignitz, beim Kreisfeuerwehrmarsch in Klein Offenseth-Sparrieshoop, beim Amtsfeuerwehrtag in Haddeby und bei der Feier anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Kreisfeuerwehrverbandes in Ahrenlohe.

„Eine Reihe von Kameraden haben auch erfolgreich an diversen Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teilgenommen“, so Glismann weiter. „Das ist, außer der technischen Ausstattung, das A und O bei uns.“ Eine wichtige Funktion innerhalb der Wehr besitzen die fünf Atemschutzgeräteträger in der Wehr. Sie waren 2017 insgesamt 28 Stunden „unter Maske“.

In der Jugendfeuerwehr Rantzau West wirken derzeit fünf Jugendliche aus Bulllenkuhlen mit. Sie nahmen an zahlreichen Aktivitäten im Ort teil und leisteten Unterstützung beim Pfingstlager in Hörnerkirchen. Auch beim Ausbildungswochenende in Bevern waren sie mit von der Partie.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung ergriff Bürgermeister Willi Hachmann das Wort. Er freue sich darüber, dass er mit so vielen „Neuen“ an einem Tisch sitze und ging dann unter anderem auf die zahlreichen Sturmeinsätze ein. Die Gemeinde sei bemüht, die Wehr optimal auszurüsten, fügte er hinzu. Darin lasse sie nicht nach. Der neue Leiter der Polizeistation Barmstedt, Sascha Schmidt, nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen, und Beverns Wehrführer Stefan Timm lobte das gute Miteinander zwischen der Bullenkuhlener und der Beverner Wehr.


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