Barmstedts : Verwaltung wird umstrukturiert

Durch die Umstrukturierung soll über die Zeit Geld eingespart werden.
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Durch die Umstrukturierung soll über die Zeit Geld eingespart werden.

Die Bürgermeisterin will durch die Maßnahmen jährlich rund 140.000 Euro einsparen. Die CDU kritisiert anfängliche Mehrkosten.

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20. Juni 2014, 10:00 Uhr

Barmstedt | 140.000 Euro. So viel wird die Umstrukturierung der Barmstedter Verwaltung ab 2017 pro Jahr einsparen. Davon geht Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) aus, die die Pläne der Politik zur Entscheidung vorgelegt hatte. Die Veränderungen sollen zum 1. Januar 2015 umgesetzt werden.

Die Stadtvertreter segneten den Entwurf mehrheitlich ab. Nur die CDU blieb skeptisch. „Wir haben dabei große Bauchschmerzen“, sagte Fraktionschef Hauke Johannsen. Denn die Einsparungen würden frühestens 2017 eintreten – vorher soll die Stellenanzahl noch erhöht werden. „Wir sehen dadurch das Ziel des Sparens gefährdet“, so Johannsen. Auch der Vorschlag, die frei werdende Stelle des Kämmeres nicht nachzubesetzen, um sie bei einer möglichen Fusion mit dem Amt Rantzau besetzen zu können, sei nicht zielführend. „Für eine Ämterfusion ist Flexibilität nötig, nicht eine einzelne Stelle weniger“, sagte Johannsen.

Döpke verteidigte den Entwurf mit dem Argument, die Verwaltung müsse sich vermehrt „neuen, zusätzlichen Aufgaben stellen“ und benötige entsprechend viele Mitarbeiter. „Nur zu sparen mit weniger Personal, das geht nicht.“ Zudem sei „ein nicht geringer Anteil der Mitarbeiter über Gebühr belastet“. Der Entwurf sei daher „abgewogen. Und selbst, wenn es am Anfang etwas mehr kostet: Am Ende zählt, was unterm Strich steht.“

Eingespart werden soll auch dadurch, dass Stellen wegfallen und nicht nachbesetzt oder Mitarbeiter eingestellt werden, die weniger kosten als langjährige. FWB, SPD und BALL begrüßten die Pläne ausdrücklich. „Wir stehen voll dahinter“, sagte FWB-Fraktionschef Michael Schönfelder. Sein Amtskollege Günter Thiel (BALL) hob die Tatsache hervor, dass die Strategische Steuerung als eigenständiges Amt aufgelöst wird. „Die erschien uns eh schon immer etwas überdimensioniert. Wir sind hier ja nicht in New York City.“

Die Barmstedter Verwaltung besteht aus der Strategischen Steuerung und den drei Fachämtern Zentrale Dienste und Finanzen, Bürgerdienste und gesellschaftliche Angelegenheiten sowie Stadt- und Gemeindeentwicklung. Künftig soll die Strategische Steuerung (Inhalte: strategische Aufgaben, Büroleitung und die Funktion des Leitenden Verwaltungsbeamten des Amts Hörnerkirchen) als Stabsstelle direkt der Bürgermeisterin zugeordnet werden. Gleiches gilt für die Stelle Wirtschaftsförderung, Regionalmarketing und Öffentlichkeitsarbeit. Die Stelle des Leiters des Fachamts für zentrale Dienste und Finanzen wird vorerst nicht nachbesetzt.
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