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Unverständnis nach Einbrüchen : Versammlung des Sportanglervereins

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Mitglieder ärgern sich über Diebstähle. Ankauf eines Teils vom Westensee.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Heede/Barmstedt | Die Wasserqualität des Rantzauer Sees, die Einbrüche auf dem Vereinsgelände in Langeln und der Ankauf eines Gewässerteils vom Westensee – die Mitglieder des des Sportanglervereins Elmshorn/Barmstedt hatten während ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Heeder Damm“ in Heede zahlreiche Gesprächsthemen. 900 Mitglieder hat der Verein, 90 von ihnen waren vor Kurzem bei der Veranstaltung in Heede dabei.

„2013 hatten wir 500 Karpfen eingesetzt, 2014 keinen einzigen Fisch wegen einer eventuellen Ausbaggerung des Seegrunds“, berichtete der Vorsitzende Manfred Mertsch über den Rantzauer See. Im Sommer sei die Qualität des Wassers nicht gut gewesen. Die vereinseigenen Gewässer seien hingegen voll mit Fischen. 32.000 Euro wären für den Besatz ausgegeben worden, so Mertsch „Wir haben genügend Fische und genug Platz. Ihr könnt loslegen.“

Andreas Dager, Vizepräsident des Landessportfischerverbands, warb während der Versammlung für den Ankauf eines Gewässerteils vom Westensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es sei schwer, geeignete Gewässer zu finden, und hier stehe eines zur Verfügung, sagte er. Die Bedeutung der organisierten Angler würde mit der Flächengröße der Gewässer steigen. In Bezug auf die Jugendgruppen verwies er auf eine nahe Jugendherberge. „Alle Ortsvereine des Landes müssen an dem Kauf der 278 Hektar großen Teilfläche zustimmen“, so Dager. „Die Kosten für unseren mehr als 900 Mitglieder starken Verein betragen einmalig 75 Cent pro Mitglied“, verdeutlichte Mertsch.

Der Landesjagdverband würde sich auch beteiligen, ebenfalls das Land selbst, so Dager weiter. „Das zuständige Ministerium verlangt als Bedingung einen 50-Meter-Abstand vom Ufer zum Angeln“, so Dager. Von einem Steg aus angeln wäre mit dieser Bedingung unmöglich, lautete ein Gegenargument. Die Beteiligung des Landes lehnten die Mitglieder ab. Schließlich votierte die Versammlung einstimmig für den Ankauf.

Über den jüngsten Einbruch in die Angleranlage Heidmoor in Langeln wurde ebenfalls gesprochen. „Die Diebe haben diesmal wirklich alles mitgenommen, was ihnen in den Weg kam“, sagte Mertsch. Den Einbruch empfanden die Mitglieder als sehr ärgerlich und unverständlich. „Was wollen die Einbrecher mit gebrauchten Geräten?“, fragte sich Doris Böge. „Leider kann man nicht alles bewachen, aber das ist skrupellos“, so Martin Gretemeier.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft: Hilmar Bouchard, Peter Böge.
Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Gerd Mönnich, Peter Kusch, Waldemar Ewert, Manfred Beckemeier.
Königsangeln: Jugendkönig wurde Robin Fröde, erster und zweiter Ritter Steeven Thiele und Leander Clausen.
Anglerkönig wurde Florian Rohr, erster und zweiter Ritter Sebastian Gastler und Brigitte Pontow.
Vereinsmeister wurde Hans-Jürgen Bouchard, Silber und Bronze gingen an Holger Brücker und Günter Gerlach.
Vereinsmeisterin wurde Sabine Gerlach.
Damensiegerinnen beim Vereinsangeln waren Brigitte Pontow, Sabine Gerlach, Vanessa Brücker.
Bester Friedfischangler ist Florian Rohr.

Klaudia Boysen ärgerte sich über den Riesenschaden für den Verein. „Leider nehmen Einbrüche generell zu“, sagte Holger Brücke. Günter Gerlach: „Da wollte jemand schnelles Geld machen.“ Die Ermittlungen der Polizei zu den Diebstählen laufen weiter. Der Anglerverein hat eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen.

Der Vorsitzende Mertsch gab außerdem bekannt, dass Daniel Freese und Christian Runge sich bereiterklärt hatten, als Fischereiaufseher zu arbeiten. Moritz Freudenthal, Heino Rohr und Dennis Baßner stoßen zum Team des Elektro-Fischens zur Gewinnung von Laichprodukten von Lachs und Meerforelle. „Zurzeit haben wir 75000 Meerforelleneier in der Anlage bei Henning Mohr, viele Forellen sind bereits geschlüpft“, so Mertsch. Jeden Tag müsste die Brut kontrolliert werden. „Es wäre schön, wenn sich noch einige Jugendliche beteiligen könnten“, so Mertsch.

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