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Festakt : Vera Lüdemann: Seit 40 Jahren Kiga-Dompteurin

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vera Lüdemann ist seit vier Jahrzehnten im Hemdinger Kindergarten tätig. Zirkusvorstellung von Jungen und Mädchen.

Hemdingen | Vera Lüdemann, Leiterin des gemeinnützigen Kindergartens Hemdingen, ist äußerst beliebt, kompetent, herzlich und versteht Spaß: Da ist es nicht verwunderlich, dass am Sonnabend „halb Hemdingen“ ihrer Einladung folgte und gemeinsam mit ihr, ihren Mitarbeiterinnen, Vertretern des Kindergarten-Vereins, des Amtes Rantzau und der Nachbargemeinden ihr 40-jähriges Dienstjubiläum beim Kindergarten feierte. Schauplatz des Festes war das Gelände der Einrichtung und der benachbarte Sportplatz, wo der Zirkus T-Renz sein großes, rot leuchtendes Zelt aufgeschlagen hatte.

Das Programm, das an diesem Tag geboten wurde, war facettenreich und bestand aus einem offiziellen Festakt, der Gelegenheit bot, Lüdemann zu gratulieren und ihr zu danken für die geleistete Arbeit zum Wohle der Kinder und der Einrichtung. Viele Gäste hatten auch Geschenke mitgebracht, die sie ihr mit herzlichen Worten übergaben. Eine faszinierende Zirkusvorstellung, gestaltet von Kindergarten-Kindern, sowie etliche Spiel- und Spaßangebote bildeten das Rahmenprogramm.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit „Veras Jubiläums-Lied“, in dem auf humorvolle Weise die Entwicklung des Kindergartens in den vergangenen 40 Jahren geschildert wurde und auch anklang, welch gutes Verhältnis zwischen der Leitung und den Mitarbeiterinnen besteht. „Wir kommen alle gerne her und arbeiten zusammen mit Dir …“, hieß es darin. Nach dem Liedvortrag ergriff Heedes Bürgermeister Reimer Offermann das Wort. Er gratulierte Lüdemann im Namen des Amtes Rantzau zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum und blickte zurück auf die Anfänge. Die Reaktionen der Bevölkerung damals wirken aus heutiger Sicht schon ein wenig komisch. Da hieß beispielsweise: „Kindergarten? Wozu? Können die Eltern nicht selbst auf ihren Nachwuchs aufpassen?“ Heute sei es eine Ausnahme, wenn Kinder die Einrichtung nicht besuchen würden, so Offermann.

Jungen und Mädchen vom Kindergarten gestalteten die Zirkusvorstellung. So zeigten sie unter anderem „waghalsige“ Drahtseilakte.
Jungen und Mädchen vom Kindergarten gestalteten die Zirkusvorstellung. So zeigten sie unter anderem „waghalsige“ Drahtseilakte. Foto: Siegfried Schilling
 

Mit Blick auf die im Zirkus vertretenen Disziplinen vergleicht er er sein eigenes Wirken als Kommunalpolitiker mit einem Drahtseilakt. Manchmal allerdings übernehme man auch die Rolle des Clowns, fügte er scherzhaft hinzu. Vera Lüdemann hingegen habe im übertragenen Sinne als Dompteurin gewirkt.

Die so Gelobte wies in ihrer kurzen Replik darauf hin, dass ihre Arbeit immer wieder interessant sei und dazu beitrage, dass sie jung bleibe. Und sie mache ihr natürlich auch Spaß. Nach einer längeren Pause, in der die Gäste spielen, essen und sich austauschen konnten, begann die bis auf den letzten Platz besetzte Zirkusvorstellung. Dabei zeigten die Jungen und Mädchen vom Kindergarten, was sie während einer spannenden Vorbereitungswoche von den Profis des Zirkus T-Renz gelernt hatten – und das war wirklich sehenswert. So vollzogen sie „waghalsige“ Drahtseilakte, vollführten aufregende Schwertkämpfe, jonglierten kunstvoll mit Tellern, präsentierten eine Choreographie mit Hula-Hoop-Reifen und musizierten auf ungewöhnliche Weise. Die Zuschauer, unter denen sich naturgemäß viele Eltern befanden, waren begeistert und drückten dies mit überschwänglichem Klatschen aus. Nach dem großen Fest beginnt wieder der Alltag im Kindergarten.

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erstellt am 03.Apr.2017 | 16:30 Uhr

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