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Spielplatz in Gefahr : „Unfassbar, was da passieren soll“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Auf dem Spielplatz am Rudolf-Kinau-Weg wurden fast alle Geräte abgebaut. Eltern und Anwohner befürchten die Schließung. Doch die Verwaltung gibt Entwarnung.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Schaukel, Rutsche, Seilbahn, Wipptiere: Der Spielplatz am Rudolf-Kinau-Weg war früher ein kleines Paradies. Dann verschwand plötzlich ein Gerät nach dem anderen. Mitte Februar wurden die Schaukeln abgebaut, wenig später die Wipptiere. Seit mehreren Wochen besteht der Platz nur noch aus Sand, einer Sitzbank – und einer einsamen Rutsche. Die schleichende Verödung beunruhigte Eltern und Anwohner gleichermaßen – es machten sogar Gerüchte die Runde, der Spielplatz solle geschlossen werden. Als Gründe wurden „persönliche Interessen von Stadtvertretern, die an dem Spielplatz wohnen“ oder die Schaffung von Bauland vermutet. Doch dem ist nicht so: Die Stadt will den Spielplatz runderneuern.

Der ehemalige Barmstedter Henning Kuhlmann, der mit seinen Kindern Jolina (9) und Jannik (6) häufig seine Eltern besucht, die in der Nähe des Spielplatzes wohnen, wandte sich Ende März ans Rathaus – nachdem seiner Mutter dort gesagt worden sei, dass an einem Spielplatz kein Bedarf mehr bestehe. „Ich möchte mich bei Ihnen massiv darüber beschweren, was gerade im Rudolf-Kinau-Weg passiert“, schrieb er. „So, wie es aussieht, scheint die Stadt Barmstedt vorzuhaben, den einzigen städtischen Spielplatz in diesem Wohngebiet zu schließen. Ich kann nicht fassen, was da passieren soll.“ In der Siedlung lebten viele Familien mit Kindern sowie Großeltern, deren Enkel zu Besuch kämen und auf dem Spielplatz toben könnten. Die Kinder würden nun „in die heimischen Gärten verbannt“, denn „in der Nähe gibt es nichts anderes“, so Kuhlmann.

Auch für die Kinder aus der Awo-Kita am Heederbrook sei die Situation ärgerlich, sagte ein Anwohner. Sie besuchten den Spielplatz regelmäßig. „Wir sind da immer gern hingegangen. Der Platz ist nicht weit weg, und wir müssen keine Hauptstraße überqueren, um dorthin zu gehen“, sagte die stellvertretende Leiterin Renate Fehrs dazu am Donnerstag. Auch jetzt werde der Platz noch genutzt, „aber es wäre natürlich schön, wenn wieder mehr Geräte aufgestellt würden“.

Auf Anfrage der Barmstedter Zeitung gab die Verwaltung Entwarnung: Es sei nicht beabsichtigt, den Spielplatz zu schließen, betonte Pressesprecher Wolfgang Heins. Im Gegenteil: „Die Geräte werden überarbeitet und wieder aufgestellt. Eventuell kommen sogar neue hinzu – wir sind gerade dabei, Zuschüsse einzuwerben.“ Wann der Spielplatz in neuem Glanz erstrahlen wird, konnte er aber nicht sagen.

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