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Barmstedt und Amt Rantzau : Unfallzahlen verringern sich leicht

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Polizei Barmstedt zählte in 2016 zehn Unfälle weniger als im Vorjahr. Zwei Menschen starben auf den Straßen in der Region.

Barmstedt | Die Unfallzahlen in der Stadt Barmstedt und dem Amtsbezirk Rantzau (ohne Bilsen, das zum Bereich der Polizei Quickborn gehört) haben sich im vergangenen Jahr geringfügig verringert. Laut Andreas Ottorowski, kommissarischer Leiter der Polizeistation Barmstedt, hatten sich im Bereich der Station in 2016 insgesamt 423 Unfälle ereignet – 213 in Barmstedt, 210 in den umliegenden neun Gemeinden. „Das sind normale Verkehrsunfallzahlen“, so Ottorowski. Das zeigt auch ein Blick in die weitere Statistik: 2015 zählte die Polizei Barmstedt 433 Unfälle, 2014 waren es 406.

Bei den Ursachen sei eine Zahl auffällig: Die Zahl der Unfälle durch Missachten der Vorfahrt „ist deutlich angestiegen“, sagte Ottorowski – von 13 Fällen in 2015 auf 22 Fälle im vergangenen Jahr.

Zwei Menschen kamen 2016 bei Verkehrsunfällen im Bereich der Polizeistation Barmstedt ums Leben. Einer der schwersten Unfälle ereignete sich laut Ottorowski am 23. Mai vergangenen Jahres. Ein 45-Jähriger war auf der Hauptstraße in Groß Offenseth-Aspern im Bereich einer leichten Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn geraten, wo er mit dem Kleintransporter einer 58-Jährigen kollidierte. Der Mann sei auf der Stelle tot gewesen, so die Polizei. Warum der Mann in den Gegenverkehr geriet, ist ungewiss. Die Unfallursache habe nie abschließend geklärt werden können. Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich am 9. April in Barmstedt. Ein 54-Jähriger hatte im Bereich der Einmündung Feldstraße/August-Christen-Straße eine Radfahrerin beim Zurücksetzen mit seinem Auto erfasst. Die 77-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und starb einen Tag später im Krankenhaus.

Was die Unfallzahlen angehe, falle keine Gemeinde im Amtsbezirk Rantzau besonders auf, so Ottorowski. Bei den Zahlen sei auch immer die Lage des Ortes und dessen Größe zu beachten, so der Stationsleiter. In Bullenkuhlen etwa verzeichnete die Polizei fünf Unfälle, in Ellerhoop 31, in Groß Offenseth 24 und in Hemdingen – durch das in der Vergangenheit zahlreiche Umleitungsrouten aufgrund von Baustellen führten – 60 Unfälle.

Auch Unfallschwerpunkte hätten sich in der Region nicht herauskristallisiert, berichtete Ottorowski. Einzig an der Kreuzung von Hauptstraße, Dorfstraße und Kreisstraße 18 in Groß Offenseth-Aspern habe es in der Vergangenheit immer wieder Unfälle gegeben (wir berichteten). Durch das Sperren der Linksabbiegerspur auf der Dorfstraße sei die Situation entschärft worden. „Und jetzt kommt auch die Ampelanlage“, so der Barmstedter Polizeichef. Der Kreis Pinneberg hatte im vergangenen Jahr entschieden, die Ampel zu errichten, um den Unfallschwerpunkt dauerhaft zu entschärfen.

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erstellt am 03.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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