Barmstedt : Unfallflucht: Fälle nehmen zu

Die hiesigen CDU-Politiker Peter Lehnert (links), Ernst-Reimer Sass (Mitte) und Ortwin Schmidt (Zweiter v. r.) besuchten Barmstedts Polizei-Chef Peter Kroll (Zweiter v. l.) und Polizeihauptmeister Heiko Querling anlässlich des Jahreswechsels.
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Die hiesigen CDU-Politiker Peter Lehnert (links), Ernst-Reimer Sass (Mitte) und Ortwin Schmidt (Zweiter v. r.) besuchten Barmstedts Polizei-Chef Peter Kroll (Zweiter v. l.) und Polizeihauptmeister Heiko Querling anlässlich des Jahreswechsels.

Polizei verzeichnete 2014 eine steigende Tendenz, vom Unfallort zu fliehen. Weiteres Problem: Radfahrer.

shz.de von
03. Januar 2015, 10:39 Uhr

Barmstedt | Für die Barmstedter Polizei war 2014 ein normales Jahr ohne herausragende Ereignisse. „Wir hatten keinen Verkehrstoten in Barmstedt“, betonte Stationsleiter Peter Kroll gegenüber seinen Besuchern in der Wache. Die hiesigen Christdemokraten mit dem stellvertretenden Bürgermeister Ernst-Reimer Sass, dem Stadtverbands-Vorsitzenden Ortwin Schmidt und dem Bilsener Landtagsabgeordneten Peter Lehnert überbrachten den Beamten dort traditionell Neujahrsgrüße.

„Auffällig war aber ein erhöhter Anteil von Unfallflucht“, berichtete Kroll weiter. Zudem sei das Verhalten vieler Radfahrer in der Innenstadt nach wie vor ein großes Problem. Viele missachteten das Rechtsfahrgebot, was vor allem für Fußgänger eine erhöhte Gefahr bedeute. Auch der Schwerlastverkehr bewege sich noch immer durch die verkehrsberuhigte Zone. „In der Verkehrsgestaltung sehen wir als Polizei Optimierungsbedarf“, so Kroll.

Sehr positiv sei die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bauhof und Verwaltung während des Hochwassers vor Weihnachten gewesen. „Der Wasserstand war extrem hoch, aber wir haben rechtzeitig die Schleusen an der Mühle und auch die Bohlen zwischen See und Krückau geöffnet“, sagte Sass. Schmidt und er lobten ausdrücklich den Bauhof für die schnelle Präsenz. „Auch die notwendigen morgendlichen Absperrungen der Straßen und Wege an Heiligabend haben hervorragend geklappt“, so Kroll.

Sorgen bereiten den CDU-Politikern die Einsparmaßnahmen der Landespolitik bei der Polizei. „160 Stellen sind landesweit unbesetzt, und 122 Stellen sollen zusätzlich gestrichen werden“, berichtete Lehnert. Die Schließungen kleiner Dienststellen im ländlichen Raum sei ein Problem für entferntere, nicht zuständige Reviere, die das „Vakuum“ mit bedienen müssten und deshalb in ihrem eigenen Bereich nicht genügend präsent sein könnten. Lehnert versicherte, dass seine Partei die Stellenreduzierung bei einer CDU-Mehrheit nach der kommenden Wahl rückgängig machen würde.

In Barmstedt sind 14 Beamte eingesetzt. Sie betreuen die Stadt sowie die Gemeinden im Amt Rantzau. In den Wochenend-Nächten kommen noch Osterhorn, Westerhorn und Bokel hinzu.

Schmidt – selbst Polizeibeamter – sprach sich abschließend dafür aus, den Beruf des Polizisten attraktiver zu gestalten, um mehr Nachwuchskräfte dafür zu begeistern.

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