zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 08:52 Uhr

Um sich mit anderen Schulen zu messen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Hemdinger Grundschule beteiligt sich an dem bundesweiten Projekt VERA

Die Grundschule Hemdingen beziehungsweise ihre Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen nehmen in diesemMonat am diesjährigen „VERA Mathematik“-Projekt teil. Laut Schulleiterin Helga Schmidt sind es insgesamt 50 Kinder, davon entfallen sieben auf die Zweigstelle Ellerhoop.

„Wir sind schon seit Jahren beim VERA-Projekt mit dabei“, so die Schulleiterin. Die Arbeiten werden verbindlich in Mathematik und Deutsch (in diesem Jahr mit Schwerpunkt Lesen) und freiwillig in einem Zusatzheft (Rechtschreibung) geschrieben. Schmidt wertet die Tests als hilfreich für die Einschätzung der Kinder und natürlich auch für die Effektivität des eigenen Unterrichts. Bereiche, in denen die Kinder noch nicht sicher sind, können aufgearbeitet werden. Außerdem wird auf diese Weise sichergestellt, dass der kompetenzorientierte Mathematikunterricht in den Fokus aller Mathematiklehrkräfte rückt.

Ein Problem sieht die Schulleiterin darin, dass Schulen versucht sein könnten, speziell die anstehenden VERA-Aufgaben zu üben, um dann im Ranking gut dazustehen. „Wir bieten den Kinder das ganze dritte Schuljahr über immer wieder verschiedene VERA-Aufgaben der letzten Jahre an, damit die Kinder mit der besonderen Problemorientierung dieser Aufgaben vertraut gemacht werden“, stellt sie fest. VERA startete in der Grundschule 2004 als Gemeinschaftsprojekt von sieben Bundesländern, koordiniert von der Universität Koblenz-Landau.


Schriftlicher Test als Leistungsindikator


Seit 2007/2008 beteiligen sich alle 16 Bundesländer daran. Der Name steht für Vergleichsarbeiten in der dritten und achten Jahrgangsstufe (VERA-3 beziehungsweise VERA-8). Dies sind schriftliche Arbeiten in Form von Tests, die flächendeckend und jahrgangsbezogen untersuchen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben.

Die Durchführung gestaltet sich so, dass sämtliche Jugendlichen einer Jahrgangsstufe standardisierte Aufgaben erhalten, die in einer vorgegebenen Zeit zu bearbeiten sind. Die jeweiligen Klassen- oder Fachlehrer werten die Aufgabebögen aus und geben die Ergebnisse, teilweise zusammen mit soziodemographischen Daten zur Klassenzusammensetzung, in anonymisierter Form in landeseigene oder länderübergreifende Internet-Portale ein.

Unmittelbar danach beziehungsweise nach einiger Zeit lässt sich dann eine Auswertung, vorgenommen durch Universitäten oder Qualitätsagenturen der Länder, abrufen, die die Lernniveaus der einzelnen Schüler enthält. Zudem kann häufig eine statistische Übersicht, die die Anteile der Schüler in den einzelnen Niveaus relativ zu Klasse, Schule und Bundesland darstellt, abgerufen werden. Mit dem VERA-Projekt verbinden sich Ziele wie Unterrichtsentwicklung sowie ergänzende Information für die Schulberatung und Beratung von Eltern. VERA ist nicht zur Benotung geeignet und soll auch nicht für eine Prognose des Schulerfolgs in weiterführenden Schulen genutzt werden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen