Bullenkuhlen : Übung zum 85. Geburtstag der Feuerwehr

Mehrere Kinder dürfen sich als verletzte Personen an der Übung beteiligen.
1 von 2
Mehrere Kinder dürfen sich als verletzte Personen an der Übung beteiligen.

Gefangen im verqualmten Schuppen.

meyer-elisabeth-20180920-8RU_3097.jpg von
08. Juni 2015, 16:30 Uhr

Bullenkuhlen | Zum 85-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bullenkuhlen veranstaltete diese mit fünf weiteren Wehren aus dem Umkreis eine Übung, die sich sehen lassen konnte: bewusstlose Personen aus dem Obergeschoss per Leiter retten, Jugendliche im verqualmten Schuppen finden, eine eingeklemmte Person befreien sowie Löschangriffe.

Die einzelnen Aktionen waren gut vorbereitet, den Besuchern wurde die Leistungsstärke der Wehren anschaulich dargestellt. Etwa 100 Besucher verfolgten gespannt die hervorragend koordinierten Einsätze der Wehren aus Bullenkuhlen, Bevern, Ellerhoop, Seeth-Ekolt und Kölln-Reisiek. „Diese Wehren gehören zu einem Funkkreis“, sagte Funkwart Ernst Martin Albrecht. Die Barmstedter Wehr erschien mit Einsatzwagen und Löschfahrzeug.

Insgesamt fuhren sieben Feuerwehrfahrzeuge mit Martinshorn und Sirene auf den Hof von Martin Frank Senior und Junior, die Gebäudeteile und Außengelände zur Verfügung gestellt hatten. Das Übungsteam komplett machten die Malteser aus Barmstedt, die das Schminken der verletzten Personen und deren Erstversorgung nach der Rettung übernahmen. Bullenkuhlens Wehrführer Ulf Glismann erklärte den Zuschauern die Übungen, die an einigen Stellen auf dem großen Gelände parallel stattfanden. Er forderte das Publikum zudem auf, den Feuerwehrleuten jederzeit Fragen zu stellen. Mit offenen Mündern verfolgten vor allem die vielen kleinen Besucher, wie eine lebensgroße Puppe mit dem Leiterbaum aus dem Obergeschoss zur Erde gelassen wurde. Kjell (11) hatte sich zur Verfügung gestellt, als verletzte Person aus dem ersten Stock eines Schuppens abgeseilt zu werden. „Das hat Spaß gebracht“, sagte er und ließ sich zu den Maltesern bringen.

In einem ehemaligen Stall mussten sechs vermisste Personen gefunden werden. Atemschutzträger drangen in den Raum ein, in dem Strohballen qualmten. Sie wurden im Holzstapel oder zwischen Strohballen fündig. In einem anderen Raum mussten Hubkissen eingesetzt werden, um eine eingeklemmte Person unter einem Getränkeautomaten hervorzuziehen. Malteser Christian Stöber und sein Team behandelten fachkundig offene Brüche, Rauchvergiftungen und Platzwunden. Bei dem gemütlichen Beisammensein am Gemeindehaus spürten Besucher Gegenstände per Wärmebildkamera in einem verqualmten Zelt aus. Die Jugendwehr hatte Spiele vorbereitet. „Alles hat super funktioniert, der häufige spontane Applaus des Publikums zeigt, dass unsere Arbeit honoriert wird“, sagte Glismann mehr als zufrieden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen