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Strassenbau : „Über Hubbel rasen sie erst recht“

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Gebrüderstraße wird 2015 ausgebaut. Die Anwohner wünschen sich eine Aufpflasterung vor der Kita. Neue LED-Laternen sollen Energie sparen.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 11:45 Uhr

Barmstedt | Vor der Arche-Noah-Kita an der Gebrüderstraße soll die Fahrbahn aufgepflastert werden, um Raser zu bremsen. Dafür haben sich zumindest die Anwohner ausgesprochen, die sich am Mittwoch im Rathaus über den für 2015 geplanten Ausbau ihrer Straße informierten. Der Vorschlag der Verwaltung, eine Aufpflasterung in Höhe der Berliner Straße zu bauen, fand dagegen keine Mehrheit. „Das ist viel zu laut, wenn da jemand rüberfährt“, monierte eine Anwohnerin. Sie bezweifle zudem, dass das Hindernis Autofahrer vom Zu-Schnell-Fahren abhalte – im Gegenteil: „Über die Hubbel rasen die erst recht.“ Dirk Rennekamp (Verwaltung) widersprach. „Die Erfahrung vom Nappenhorn zeigt, dass langsamer gefahren wird“, sagte er. „Wer einmal zu schnell über eine Aufpflasterung gefahren ist, macht das nicht wieder“, meinte auch Anwohner Fred Groth.

Weiteren Unmut erzeugen die Busse, die die Gebrüderstraße durchqueren. „Warum müssen die da langfahren?“, wollte eine Anwohnerin wissen. Das wisse er nicht, sagte Rennekamp. „Ich vermute, dass es zweckmäßig ist, weil sie von der August-Christen-Straße zum Erlengrund müssen.“ Die Busse seien jedenfalls der Grund dafür, dass die Fahrbahn durchgehend auf sechs Meter verbreitert werde. „Es ist Vorschrift, dass ein Bus und ein Auto aneinander vorbeikommen müssen“, so Rennekamp. Es gehe aber nur um geringe Anpassungen: Bisher sei die Fahrbahn zwischen 5,80 und 6,10 Meter breit.

Auch die Gehwege sollen breiter werden – wofür einige Eigentümer noch Hecken abgeben müssen, die auf öffentlichem Grund stehen, wie Rennekamp erklärte. Grundstücksteile zu verkaufen, sei aber voraussichtlich nicht nötig. Die Gehwege sollen rot gepflastert und bis zu 1,50 Meter breit werden.

Auch die Beleuchtung wird erneuert. Die alten Peitschenlampen werden durch sieben Meter hohe LED-Laternen ersetzt, die etwa 60 Prozent weniger Energie verbrauchen „und nicht blenden“, wie Heinz Jäger (Stadtwerke) auf Nachfrage erklärte. Dass nach dem Ausbau keine Gärten mehr unter Wasser stehen werden, konnte Jan Rogge (Abwasserzweckverband) dagegen nicht versprechen. „Wir legen eine größere Leitung von der Meierei, aber das wird die Lage nicht akut verbessern.“ Dafür, dass ihre Keller nicht volllaufen, müssten Anwohner durch den Einbau von Hebeanlagen zudem selbst Sorge tragen. „Das ist Vorschrift.“

An der Gebrüderstraße werden 2015 der Regenwasser-, Teile des Schmutzwasserkanals sowie die Gas-, Wasser- und Stromleitungen erneuert. Die Arbeiten sollen von April bis November dauern.
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