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Indie-Pop in Barmstedt : Über das Leben und seinen Zauber

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kanadische Indie-Pop-Duo Madison Violet tourt erstmals mit Band-Begleitung durch Deutschland.

Barmstedt | Sobald du anfängst, vom Zauber zu sprechen, hast du keinen, sagt Neil Young. Das feine Gespinst des Zaubers kann man nicht erklären, ohne es zu zerstören. Aber man kann es sehen, im Menschen, im Leben, man kann von seinem Drumherum erzählen und es seinen Zuhörer durch die Musik selbst entdecken lassen: Das ist Madison Violet. Das kanadische Indie-Pop-Duo tourt erstmals mit Band-Begleitung durch Deutschland – und machte auch im Barmstedter Humburg-Haus Station.

Vom Drumherum des Zaubers zu erzählen, hat viel mit Subjektivität, mit Authentizität zu tun. Die strömt Brenley MacEachern aus ihrer ganzen Persönlichkeit, sie vibriert in ihrer rauen Stimme, die wie vom Leben gezeichnet ist, von dem sie singt. Ihrer subtilen Stimme, die es schafft, um einen Hauch herumzusingen, und die so erstaunlich wandlungsfähig ist: wie eben das Leben selbst. Sie wechselt sich im Lead ab mit dem warmen, tiefen Alt von Lisa MacIssac, die ebenfalls das ganze Ausdrucksrepertoire von souveräner Gelassenheit bis zu hypernervöser Spannung abbildet, und dazu kommt die immense, ansteckende Lebenslust der beiden Sängerinnen.

„Es ist das erste Konzert, das ausverkauft war, bevor wir überhaupt Werbung gemacht haben“, meint Rolf Klose vom Kulturverein Pfiff, der das Konzert organisiert hat. Sein Barmstedter Publikum steht schon mit dem zweiten Song, singt, johlt mit und beweist, dass es die hohe Kunst des synkopischen Klatschens beherrscht. Und freut sich daran, wie die Sängerinnen mit dem Charme angelsächsischen Understatements auf Deutsch mit ihm flirten: „You guys have so much grammar!“ Das Duo verabschiedet sich gemeinsam mit Emily Parker, die das Vorprogramm bestritten hatte, mit einem Song von Neil Young, der Referenz der Indie-Bewegung.

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erstellt am 03.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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