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„Full-Pull“ begeistert in Heede : Trecker-Olympiade auf Norddeutsch

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Etwa 100 Teilnehmer messen sich in sportlichem Wettkampf. Pokale für die besten drei Fahrer einer Gewichtsklasse.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Heede | Sonnabend stand die Gemeinde Heede im Zeichen des traditionellen Trecker-Treck. Etwa 100 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein und Hamburg wollten sich auf der Rennstrecke an der Hoffnunger Chaussee in sportlichem Wettkampf messen. Nach und nach fanden sich auch Zuschauer ein, die sich das packende Kräftemessen der PS-starken „Landwirtschaftshelfer“ anschauen wollten. Sie säumten das Oval der Rennstrecke und hielten sich zumeist norddeutsch-kühl mit Lautäußerungen zurück. Nur wenn ein Freund, Bekannter oder Verwandter „in den Ring“ trat, brach es spontan aus ihnen heraus.

Ergänzt wurde das sportliche Geschehen durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das sich insbesondere an die jüngsten Gäste richtete. Die organisatorischen Fäden des Events verband der Heeder Trecker Treck Club miteinander, der dafür sorgte, dass die Veranstaltung reibungslos verlief und Teilnehmer wie Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

Die „norddeutsche Olympiade“ begann etwas verspätet. Der erste Schlepper tuckerte, Qualmwolken ausstoßend, gegen 10 Uhr auf die gut präparierte Rennstrecke und zog dann los, um einen „Full Pull“, also die 80 Meter-Marke, zu erreichen. Das ist leichter gesagt als getan, da er einen Bremswagen hinter sich herzieht, der zusehends schwerer wird. Man muss als Fahrer schon einige Qualitäten aufweisen, wenn man so Distanz hinter sich bringen will. Ein Schlepper nach dem anderen bewegte sich mit dröhnendem Motor auf die Bahn, die immer wieder hergerichtet werden musste. Dort zeigte es sich dann, wie die Chancen auf einen Platz ganz vorn standen. Die meisten Trecker legten die Strecke ruhig und in gleichmäßigem Tempo zurück. Hin und wieder bäumte sich der eine oder andere zum Vergnügen der Zuschauer wie ein Wildpferd hoch auf.

Ayleen Pingel und Lars Samland haben schon häufiger am Heeder Trecker-Treck teilgenommen.
Ayleen Pingel und Lars Samland haben schon häufiger am Heeder Trecker-Treck teilgenommen. Foto: Schilling
 

Deutlich ins Auge fielen die Größenunterschiede zwischen den verschiedenen Gewichtsklassen die vom Fliegengewicht bis hin zum PS-Kraftprotz reichten. Die drei besten Fahrer einer Gewichtsklasse erhielten am Schluss einen Pokal, die Viertplatzierten einen Sachpreis.

Zum siebten Mal mischte Lars Samland (27) in Heede mit. Der Pinneberger hat in der Vergangenheit häufig vordere Plätze belegt und rechnete sich auch für diesmal gute Chancen aus. Der Reiz beim Trecker-Treck liegt für ihn unter anderem darin, dass so große Maschinen beteiligt sind. Ayleen Pingel aus Barmstedt (20) war zum vierten Mal mit dabei – und zwar recht erfolgreich. Sie wollte alles geben, um auf der Erfolgsspur zu bleiben, „doch die Konkurrenz ist groß“, wie sie feststellte. Beim Trecker-Treck kämpft sie mit, „um die Männer zu besiegen“.

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