Trägerwechsel ist beschlossen

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Johanniter übernehmen den Betrieb und die Unterhaltung des Hemdinger Kindergartens / Einstimmige Entscheidung der Gemeindevertreter

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05. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Der Kindergarten in Hemdingen, den die Gemeinden Hemdingen, Bilsen, Heede und Langeln gemeinsam betreiben, bekommt einen neuen Träger. Die Hemdinger und Bilsener Gemeindevertreter haben einhellig während der jeweiligen Sitzungen der Gemeindevertretungen dafür gestimmt. Die Entscheidung ist für die Johanniter ausgefallen. Ab dem 1. Januar 2019 übernehmen sie die Trägerschaft des Kindergartens.

„Sie legten das günstigste Angebot vor und überzeugten mit ihrer Leistungsfähigkeit“, sagte Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert (CDU). Beworben hatten sich außer dieser Organisation die Awo und das DRK. Eine neue Trägerschaft setzt voraus, dass die bisherige Vereinbarung zwischen den Gemeinden und dem gemeinnützigen Kindergarten aufgehoben wird. Das geschah ebenfalls einstimmig.

Auch die Langelner Gemeindevertreter zeigten sich mit dem Angebot der Johanniter einverstanden. „Ein Bürgermeister muss natürlich an erster Stelle die finanzielle Seite betrachten“, befand Langelns Gemeindeoberhaupt Bernhard Froh (BWG, Foto). „Gegenüber den anderen Mitbewerbern sind die Verwaltungskosten bei den Johannitern mit 25 Euro monatlich pro Kind und Platz am niedrigsten. Aber auch an anderen Stellen haben die Johanniter realistischer gerechnet als die Mitbewerber. Das zählt natürlich“, sagte er weiter. Es habe jedoch noch weitere Argumente gegeben, die für die Johanniter sprachen – beispielsweise die guten Erfahrungen, die ein Kindergarten im Amtsbezirk Rantzau mit ihnen gemacht hat.

Bisher kümmerte sich die Elterninitiative, die die Kita vor mehr als 40 Jahren gegründet hatte, ehrenamtlich um alle Belange der Einrichtung. Doch mit den Jahren wuchs nicht nur der Kindergarten sondern auch die Arbeit für den Träger. „Mit einem Jahresvolumen von 1,3 Millionen Euro kommen wir um eine professionelle Führung nicht herum“, sagte Hemdingens Gemeindevertreter Reinhold Mattai (SPD) während der Sitzung. In der Größenordnung mit zehn Gruppen – davon drei Krippen plus eine Waldgruppe, die ab Januar nächsten Jahres 15 Kinder beherbergt – könne so ein Haus nicht mehr ehrenamtlich geführt werden, betonte er. Bürgermeister Hans-Hermann Sass (HWG) teilte mit, dass der neue Träger das vorhandene Personal komplett übernehme und das bewährte Konzept weiter umsetzen werde. Die Langelner Gemeindevertreter einigten sich darauf, dass der Schulausschuss dazu ermächtigt wird, die Ausgestaltung des Trägervertrages zu übernehmen sowie sämtliche Einzelheiten in diesem Zusammenhang zu entscheiden.

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