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Barmstedt : Tausende strömen auf den Weihnachtsmarkt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Besucher des 36. Barmstedter Weihnachtsmarkts loben die familiäre Gemütlichkeit. Doch nach wie vor herrscht Fassungslosigkeit nach dem Brand des THW-Zelts.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Der 36. Barmstedter Weihnachtsmarkt begann nasskalt. Trotzdem strömten Tausende Besucher am vergangenen Wochenende auf die geschmückten und beleuchteten Marktmeilen Reichenstraße und Chemnitzstraße sowie rund um die Kirche.

Im evangelischen Gemeindehaus blinkte filigraner Schmuck. In der Cafeteria gab es das begehrte Chili sowie Torten und Kuchen. Drei ältere Damen aus Hamburg ließen sich den Kuchen schmecken. „Wir fahren jedes Jahr hierher und finden besonders die kleinen Buden der Schulklassen und Vereine toll, bei denen wir immer Kekse und Honig kaufen“, berichteten sie. Um die Kirche herum lockten erleuchtete Hütten zu einem Rundgang. Im Humburg-Haus drängelten sich die Besucher um die handwerklichen Angebote, in der voll besetzten Kirche fanden nicht alle Platz, um den Chorgesängen zu lauschen. Zuhörer scharrten sich auch um die Bläser der Gemeinschaft.

Vor dem Rathaus gab es wieder eine Zeitreise: Der Mittelaltermarkt mit seinen Handwerkern hat sich inzwischen als eine der großen Attraktionen etabliert. Alte Handwerkskunst von der Schmiede zur Bäckerei, dazwischen die Gauklerin Silke Schirok: Sie faszinierte mit ihrer Fackeljonglage und dem Spiel mit der Glaskugel. „Es gibt hier viele Leute, die gut drauf sind“, sagte die Bremer Artistin.

Barmstedter betreiben viele Stände selbst

Das ist auch der Tenor der Besucher: Den Weihnachtsmarkt zeichne das Persönliche aus, die überwiegend von den Barmstedtern selbst betriebenen Stände. „Die familiäre Gemütlichkeit“ schätzt Familie Neitzel – und, dass es „nicht die übliche Glühwein-Bratwurst-Monokultur ist“, meint Familie Hornig.

Standards der musikalischen Art gab es aber von der schmissigen Schülerband Barmstedt Brass, die auf der Reichenstraße für den ersten Weihnachtsmarkt-Stau sorgte. Prominenz aus Kiel hatte Haus & Grund an seinem Stand mit der Verbandsjuristin Marei Fettback aufgeboten.

Immer noch fassungslos war Haus & Grund-Vorstand Hans-Jürgen Schack über das angezündete THW-Zelt: „Gerade das THW, die selbstlosen Nothelfer. Wer macht so etwas?“, fragte er. Doch das THW wäre nicht das THW, wenn es mit Katastrophen nicht souverän umgehen würde. „Da muss man ein bisschen improvisieren, das können wir“, meinte THW-Jugendbetreuer Manfred Lüders. Die Standnachbarn machten solidarisch etwas Platz und die Erbsensuppe der THW-Helfer konnte schon am Sonnabend wieder in einem Ersatzzelt genossen werden.

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