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Folk Baltica in Barmstedt : Stürmisch, göttlich, mega

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die finnische Band begeistert das Barmstedter Publikum in der Kulturschusterei. Eine Wiederholung in 2018 ist geplant.

Barmstedt | Wie ein Hurrikan wirbelte die finnische Band „Frigg“ am Sonntagnachmittag über die Bühne der Kulturschusterei. Im Rahmen des Folk-Baltica-Festivals trat die Band, die am Sonnabend das Auftaktkonzert in Husum gespielt hatte, nun in Barmstedt auf. „Es ist mega“, freute sich Betreiber Matthias Grütz darüber, dass es ihm gelungen war, das Festival in seine Heimatstadt zu holen. Frigg ist der Name von Odins Frau in der nordischen Mythologie – somit hielten quasi die Götter Einzug. Fast göttlich war auch die Musik, die Petri Prauda (Mandoline, Cittern), Juho Kivivuori (Kontrabass), Toumas Logrén (Gitarre) und die vier Geiger Alina Järvelä, Tommi Asplund, Tero Hyväluoma und Esko Järvelä in der ausverkauften Kulturschusterei präsentierten.

Der Flensburger Torge Korff, Vorsitzender von Folk-Baltica, der die Band nach Schleswig-Holstein geholt hatte, begleitete die Musiker. Er begrüßte das Publikum und kümmerte sich um die Licht- und Tontechnik. „Es ist eine so enorme Energie, die von der Bühne ausgeht“, schwärmte er. Die Künstler beherrschten ihre Instrumente und waren eins mit ihnen. Ihre Spielfreude, die sie mit ihren Liedern wie „Bussen“, „Kiulvposka“ und „Bo“ transportierten, steckten die Zuschauer an, die ausgelassen zur Musik klatschten. „Wir sind ja keine Sänger und benötigen eure Hilfe“, rief Petri Prauda. Er sang die Melodie vor, und das gesamte Publikum unterstützte ihn kraftvoll. „That was amazing“, freute sich Prauda.

„Das ganze Zusammenspiel hört sich einfach gut an”, fand der Barmstedter Holger Weiß. Wilma Glissmann wurde mit dem Konzert zum Muttertag von ihrer Tochter Elke überrascht. „Ich höre gern Folkmusik. Zwar verstehe ich nicht alles, was sie erzählen, aber meine Tochter übersetzt es mir“, sagte die Hemdingerin.

„Es sind exzellente Musiker, die verstehen, was sie machen. Ein tolles Konzert für Barmstedt“, fanden auch Kerstin und Jürgen Poschmann, die extra aus Schwedeneck (bei Kiel) angereist waren. Die jüngste Besucherin war Ida aus Osterby. Die Fünfjährige stand auf einem Barhocker und wippte und klatschte begeistert zur Musik. „Idas Patentante ist Finnin, so haben wir eine enge Verbindung nach Finnland“, sagte ihre Mutter Yvonne Riese.

Am Ende ebbte der stürmische Applaus mit Standing Ovations nicht ab. Die Barmstedter wollten die Skandinavier nicht gehen lassen, und „Frigg“ kam für Zugaben zweimal auf die Bühne zurück. Doch jedes Konzert ist einmal zu Ende, und die Musiker mussten ihr Flugzeug nach Helsiniki erwischen. „Es hat uns hier sehr gut gefallen. Es war ein tolles Publikum, really good“, sagte Petri Prauda. „Es freut mich besonders, dass wir es geschafft haben, mit dieser Location und der Atmosphäre das Festival auch für 2018 zu gewinnen“, sagte Grütz stolz. Wer noch in diesem Jahr ein Konzert des Festivals besuchen möchte, hat dazu noch bis zum kommenden Sonntag, 21. Mai, die Gelegenheit. Folk-Baltia präsentiert an vielen Orten in Schleswig-Holstein einzigartige Künstler.

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