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Foto: Elisabeth Meyer

Barmstedt : Streit um den Brandschutz

Die Stadtverwaltung und Stadtwerke sind sich über die Löschwasserversorgung uneinig. Die CDU wirft der Bürgermeisterin Untätigkeit vor.


von
08. September 2018, 16:04 Uhr

Barmstedt | Zwischen der Barmstedter Stadtverwaltung und den Stadtwerken ist ein Streit über die Löschwasserversorgung entbrannt. Werkleiter Fred Freyermuth wirft der Verwaltung vor, sich nicht um das Thema gekümmert zu haben. Stattdessen habe sich die Stadt auf die Stadtwerke verlassen. Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und Fachamtsleiter Uwe Dieckmann weisen das zurück. „Es gab nie eine Gefährdung, was die Löschwasserversorgung betrifft“, sagte Dieckmann. Es gebe einen Hydranten-Plan, der in Abstimmung mit der Feuerwehr aktualisiert werde, sagte Döpke. So sei der sogenannte Grundschutz (siehe Info-Kasten) für die in Barmstedt vorherrschende Wohnbebauung stets gewährleistet gewesen. Und für den Objektschutz, der besondere Gebäude – etwa die Meierei, Schulen, Sporthallen und die Hochhäuser am Holstenring – betreffe, sei der jeweilige Bauherr zuständig, erklärte Fachamtsmitarbeiter Klaus Lange. Die Meierei und die Schulen etwa verfügten über eigene Brunnen, und auch die Hochhäuser seien gesichert, wie Wehrführer Uwe Schinkel auf Anfrage unserer Zeitung betonte. „Dafür wurde ein neuer Brunnen an der Kuhlkestraße gebaut.“

Grundsätzlich sei die Löschwasserversorgung in Barmstedt über das Hydrantennetz gewährleistet, sagte Schinkel. „Wir haben immer darauf geachtet und Forderungen an die Politik gestellt, wenn eine ausreichende Versorgung nicht mehr gegeben war.“ Dann seien – wie vor kurzem am Ahornring – neue Brunnen errichtet worden. Zum Löschen gebe es drei Möglichkeiten, sagte Schinkel: Hydranten, Bohrbrunnen und Gewässer. „Wir haben in Barmstedt das Glück, dass mit der Krückau ein ausreichend wasserführender Fluss durch die Stadt läuft.“ Außerdem könne die Feuerwehr mit ihrem neuen Fahrzeug 4000 Liter Wasser befördern. „Das reicht für den ersten Löschangriff und macht uns unabhängig von anderen Quellen.“

Stadtwerke erhöhen im Ernstfall den Druck

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Sollte der Brand größer sein und mehr Wasser benötigt werden, „informieren wir die Stadtwerke, dass sie mehr Druck auf die Leitung geben. Das klappt gut“, sagte Schinkel. Und sei ein übliches Prozedere, wie Lange berichtete. „Das machen andere Kommunen auch.“ Und sollte einmal ein Hydrant – wie beim Brand von Papier-Schmidt im Mai 2014 – nicht voll funktionsfähig sein, „können wir auf andere zurückgreifen“.

Aus Sicht von Freyermuth reicht die derzeitige Verfahrensweise allerdings nicht aus. Es müsse klargestellt werden, wer für die Löschwasserversorgung zuständig sei, und die Stadt müsse den Löschwasserbedarf für die Gebäude ermitteln, forderte er. Der Hydrantenplan beinhalte keine Mengenangaben, „und bei hohen Brandlasten ist das Trinkwassernetz weder dazu geeignet noch vorgesehen, als Löschwasser zu dienen“. Zudem sei es nicht beliebig belastbar – „in diesem Sommer waren wir an der Grenze“.

Für problematisch hält Freyermuth das geplante Neubauprojekt an der Geno-Mühle. „Dafür ist die Baugenehmigung erteilt worden, ohne dass der Löschwasserbedarf ermittelt wurde“, sagte er. Dem widerspricht die Verwaltung allerdings. „Der Bebauungsplan ist schon von 2001, und damals haben die Stadtwerke den Brandschutz abgenickt“, sagte Döpke. Davon abgesehen, sei nicht die Stadt, sondern der Kreis für die Erteilung von Baugenehmigungen zuständig.

„Das Wichtigste ist jetzt, dass das Problem gelöst wird“

Auch Freyermuths Vorwurf – den die CDU untermauert –, die Verwaltung sei untätig geblieben, nachdem er vor zwei Jahren das Thema Löschwasserversorgung angesprochen habe, weist Döpke zurück. „Wir arbeiten seit eineinhalb Jahren daran“, sagte sie. Ein weiterer Vorwurf, sie habe einen Anwalt eingeschaltet, um einen von Freyermuth in Auftrag gegebenen Vertrag überprüfen zu lassen, der die Löschwasserversorgung Barmstedts für 20 Jahre sicherstellen sollte, sei ebenfalls unbegründet, meint Döpke. „Da ich das nicht fachlich beurteilen kann, muss ich mir fachlichen Rat holen.“ Der Anwalt habe denn auch „einige Widersprüche aufgedeckt“. Und den Vorwurf der CDU, sie „tue alles, um den Stadtwerken das Leben schwer zu machen und Herrn Freyermuth bloßzustellen“, weist Döpke entschieden zurück. „Das stimmt einfach nicht.“ Das Verhältnis zum Werkleiter sei allerdings zerrüttet, räumt sie ein. Aber das werde sie nicht davon abhalten, weiterhin zu versuchen, „dass wir sachlich zusammenarbeiten“. Freyermuth sieht es ähnlich. „Das Wichtigste ist jetzt, dass das Problem gelöst wird“, sagte er.

Der Werkausschuss indes schloss sich in seiner jüngsten Sitzung Freyermuths Forderungen an. Die Stadtwerke und die Verwaltung sollen eine Vereinbarung über die Zuständigkeit erarbeiten, und die weiteren Schritte zur Ermittlung des Löschwasserbedarfs soll der Hauptausschuss einleiten, beschlossen die Politiker. Der Hauptausschuss tagt am kommenden Mittwoch, 12. September, in der Kommunalen Halle. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr.

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