Strandbad-Zukunft bleibt ungewiss

Die vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Friedrich Pommerening (Osterhorn) und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamter Michael Lantau wollen die Breitbandversorgung im Amtsbereich Hörnerkirchen verbessern.WittmaackDie vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Friedrich Pommerening (Osterhorn) und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamter Michael Lantau wollen die Breitbandversorgung im Amtsbereich Hörnerkirchen verbessern.Wittmaack
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Die vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Friedrich Pommerening (Osterhorn) und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamter Michael Lantau wollen die Breitbandversorgung im Amtsbereich Hörnerkirchen verbessern.Wittmaack
Die vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Friedrich Pommerening (Osterhorn) und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamter Michael Lantau wollen die Breitbandversorgung im Amtsbereich Hörnerkirchen verbessern.Wittmaack

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12. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hörnerkirchen | Zwei Themen dürften 2013 in Hörnerkirchen zum Dauerbrenner werden. Zum einen der geplante Breitbandausbau, der für bessere Internet-Verbindungen sorgen soll, und zum anderen der geplante Verkauf des Bokeler Sees.

Im Sommer vergangenen Jahres fanden mit dem Strandfest und dem Kinderstrandfest möglicherweise zum letzten Mal zwei Traditionsveran staltungen am See statt. Der Mühlenteich befindet sich in Privatbesitz und gehört der Familie Erich, die auch das angrenzende Ringhotel Bokel-Mühle betreibt. Mit seinen 24 Zimmern gehört das Hotel eher zu den kleineren Häusern. Nun ist ein Ausbau auf rund 60 Zimmer angedacht. Um die dafür nötigen Investitionen stemmen zu können, denkt Familie Erich seit einiger Zeit über einen Verkauf des Sees nach (wir berichteten). Daher wurde auch der Pachtvertrag für das Strandbad gekündigt, das das Amt betreibt. Betrieb, müsste es richtiger heißen, denn bis spätestens Ende März sollen die Gebäude auf dem Strandbad-Areal abmontiert werden. Noch gibt es allerdings keinen Käufer für das Seegrundstück, so dass abgewartet werden muss, wie es mit dem touristischen Anziehungspunkt Nummer eins in der Region weiter geht.

Deutlich klarer sehen die Zukunftspläne beim Thema Breitband aus. Seit etwa drei Jahren ist die schlechte Versorgung ein Dauerthema in Hörnerkirchen. In weiten Teilen des Amtsbezirkes müssen Internet-Nutzer gute Nerven besitzen oder viel Zeit mitbringen. Lediglich im Westerhorner Ortskern, wo ein Verteilerkasten der Telekom für einen schnelleren Empfang sorgt, ist der Zugang ins weltweite Netz kein ernstes Problem. Die Lokalpolitiker haben das Problem erkannt und wollen nun möglichst rasch eine Lösung präsentieren. Dafür ist man bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen. "Wir haben in den vergangenen Monaten und Jahren viele Gespräche geführt und große Hoffnungen gehabt, einen Anbieter zu finden, der uns kostendeckend zur Seite steht", sagt Amtsvorsteher Bernd Reimers. "Doch wir mussten erkennen, dass das wohl Illusion bleiben wird." Nur rund 4500 Menschen leben im Amtsbezirk Hörnerkirchen. Offenbar zu wenig, um die großen Unternehmen der Branche locken zu können. Nun will das Amt im Notfall auch allein bis in den hintersten Winkel der vier Dörfer Osterhorn, Brande-Hörnerkirchen, Bokel und Westerhorn Glasfaserkabel verlegen lassen. Angedacht ist dafür unter anderem die Gründung eines Zweckverbandes. Noch vor der Kommunalwahl im Mai soll alles in trockenen Tüchern sein.

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