Strandbad dicht: Zu viele Gänse?

<strong>Ein Bild aus besserenTagen: </strong> Hochbetrieb im   Barmstedter Strandbad am Rantzauer See. <foto>Archiv</foto>
Ein Bild aus besserenTagen: Hochbetrieb im Barmstedter Strandbad am Rantzauer See. Archiv

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10. August 2013, 03:14 Uhr

Barmstedt | Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist gestern das Barmstedter Strandbad am Rantzauer See geschlossen worden, weil erneut Blaualgen (Cyanobakterien) aufgetreten sind. "Diese Belastung führen wir hauptsächlich auf die unnatürlich hohe Population von Gänsen auf dem See zurück", teilte Stadtwerkechef Fred Freyermuth mit. Häufig tummelten sich auf und am See mehr als 80 Vögel, deren Hinterlassenschaften dazu beitrügen, dass das natürliche Gleichgewicht des Gewässers gestört und der See "total überdüngt" werde.

Mitverantwortlich für die hohe Population der Wasservögel seien etliche Passanten, die die Enten und Gänse "zur Freude der Kinder füttern", so Freyermuth. Diese falsch verstandene Tierliebe berge auch gesundheitliche Gefahren für die Besucher des Strandbads.

Da sich das Problem häuft, muss sich die Stadt aus Sicht des Werkleiters entscheiden: "Soll der See ein Eldorado für fettgefüttertes Federvieh sein oder der Naherholung, dem Planschen und Schwimmen dienen?" Im schlimmsten Fall werde das Strandbad sogar den Betrieb einstellen müssen, so Freyermuth. Ob es an diesem Wochenende wieder öffnen kann, stand gestern noch nicht fest. Seite 3

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