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Barmstedt : Stoppelmarkt im Zeichen des Wandels

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Neues machen, ohne den großen Charakter zu verändern: Michael Sonnenberg organisiert die Barmstedter Großveranstaltung.

Barmstedt | Vier statt drei Tage, ein Bühnenprogramm und weitere Neuerungen: Beim Barmstedter Stoppelmarkt wird in diesem Jahr vieles verändert – auch bei der Organisation. Der Markt, der vom 14. bis zum 17. August stattfindet, wird dieses Jahr von Michael Sonnenberg und seiner Agentur msi aus Neumünster – und damit von einem privaten Veranstalter – organisiert. Mit Großveranstaltungen kennt sich Sonnenberg aus: Er ist unter anderem an der Organisation der Warsteiner Balloon Sail zur Kieler Woche und der Holstenköste in Neumünster beteiligt, zu der in diesem Jahr 220  000 Besucher kamen. Das Interview führte Christian Uthoff.

Im vergangenen Jahr war der Stoppelmarkt kein Erfolg. Viele Besucher, Händler und Geschäftsleute waren enttäuscht. Warum haben Sie sich dafür entschieden, die Veranstaltung zu übernehmen?

Michael Sonnenberg: Jede Veranstaltung ist irgendwie eine Herausforderung. Ich bin im vergangenen Jahr am Montag auf dem Stoppelmarkt gewesen und habe mir Eindrücke verschafft und die sacken lassen. Ich habe mit guten Freunden das mal recherchiert und Verbindungen zur Stadt aufgenommen. Die suchten ja auch eine Veränderung. In diesem Zusammenhang haben wir die Veränderung besprochen und versuchen, sie nun umzusetzen. Die Herausforderung ist einfach, mal etwas Neues und Anderes zu machen, ohne den großen Charakter zu verändern.

Was ist denn für Sie das Besondere an dem Markt?

Das Besondere ist, dass es hier noch keine Bühne gegeben hat und man nun mit einer Bühne arbeiten kann. Das andere ist die Größe der Fläche. Man hat zwei Marktbereiche und dann einen Innenstadtbereich, der bebaut werden muss. Das ist schon eine große Herausforderung, aber das ist auch unsere Stärke, dass wir diese Herausforderung annehmen.

Was ist das Erste, was Sie verändern wollen?

Wir wollen einfach den Familien-Charakter stärker unterbringen. Menschen, die zu einer Veranstaltung gehen, sollen dort mit ihrer Familie verweilen können und vielleicht auch dann das Bühnenprogramm wahrnehmen und die gute Musik genießen.

Die Bühne ist das, was aus Ihrer Sicht dem Markt bislang gefehlt hat?

Ja, mir hat einfach die Bühne gefehlt, um tagsüber und abends ein Programm zu bieten. Das kann ein Rahmenprogramm mit heimischen Vereinen, Verbänden und Tanzgruppen sein. Und man arbeitet im Bereich Musik mit namhaften Künstlern zusammen, die wir jetzt hergeholt haben. Und um nochmal auf die Familien zurückzukommen: Man kann Dinge nur bewegen, wenn man nicht nur das typische Karussell hat, sondern auch Attraktionen wie eine große Rutsche, Bungee oder Wasserball.

Im vergangenen Jahr wurde kritisiert, dass die Stände zu weit auseinander standen und die Bebauung in der Reichenstraße nicht durchgängig war. Wie wollen Sie diese Probleme angehen?

Wir versuchen wieder, wie in den vergangenen Jahren – 2014 ausgenommen – eine komplette Bebauung durchzuführen. Das ist schwierig, aber es ist uns gelungen, über 60 Stände zu verpflichten und hoffen und wünschen uns natürlich, dass die Lücken, die im vergangenen Jahr da waren, weg sind. Ob wir alle schließen können, wissen wir noch nicht, aber wir gehen davon aus, dass wir eine nahtlose Bebauung vom Markt bis in die Reichen-straße – sprich bis zum wiedergewonnenen Autoscooter – schaffen können.

Radio Nora kommt, die Atomic Playboys, Barbara – Das Helene Fischer-Double und auch die Gewinner des Barmstedt-Song-Contests. Unter welchen Gesichtspunkten haben Sie das Bühnenprogramm zusammen gestellt?

Das Bühnenprogramm richten sich danach, dass man überlegt: Welchen Partner möchte man hier vor Ort haben? Uns ist es gelungen, mit Radio Nora einen starken Radiosender zu gewinnen. Radio Nora wird am Sonnabend mit Moderator Volker Marzynkowski vor Ort sein. Im Anschluss wird „Second Take“, die Radio Nora-Band, auftreten. Die Veranstaltung wird in dieser Woche auch im Radio promotet. Am Sonntag haben wir dann mit „The Voice – Kids“ und „The Voice“ Formate von ProSiebenSat.1 auf der Bühne, damit auch andere Gäste angesprochen werden. Im Fernsehen sieht man ja auch: „The Voice – Kids“ ist ein Renner. Das ist etwas anderes als eine Top-40-Band, die wir am Freitag mit den „Atomic Playboys“ aber auch haben. Wir wollen damit unterschiedliche Menschen ansprechen.

Welcher ist Ihr persönlicher Lieblingsprogrammpunkt?

Oh, ich liebe alle Punkte. Für mich persönlich ist auch schön, dass hier aus dem Umkreis von Barmstedt Musiker auftreten werden. Auf den Gewinner des Barmstedt-Song-Contest freue ich mich ganz besonders, den möchte ich gern hören.

Machen Sie mit dem Barmstedter Stoppelmarkt weiter?

Man muss sich anschauen, was es in diesem Jahr wird. Es ist ja eine Veränderung, die stattfinden wird. Es soll eine wachsende Veranstaltung über die Jahre werden und wir möchten das natürlich auch gern über 2015 hinaus fortführen.

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erstellt am 10.Aug.2015 | 12:00 Uhr

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