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Barmstedt : Stoppelmarkt bleibt in privater Hand

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Stoppelmarkt in Barmstedt wird auch künftig von einem privaten Veranstalter organisiert. Das Konzept komme gut an. Erstmals ist ein Kinderdorf geplant.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Der Barmstedter Stoppelmarkt wird auch in den kommenden Jahren von einem privaten Veranstalter organisiert. Der Hauptausschuss hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, den Vertrag mit der Agentur MSI (Michael Sonnenberg Industrievermarktung) um weitere drei Jahre bis 2020 zu verlängern. Der Stadt wird weiterhin einen Zuschuss in Höhe von 4200 Euro übernehmen. „Dieses Geld braucht der Veranstalter weiterhin“, sagte der Ausschussvorsitzende Peter Gottschalk (FWB).

Die günstigere Variante

Es sei aber dennoch günstiger, als wenn die Stadt den Markt selbst organisieren würde, wie Marcel Holz (Verwaltung) in der Vorlage erläuterte. Mit den Einnahmen aus dem Standgeld und der Werbeumlage hätten im wesentlichen nur die Sachkosten wie Sicherheitsdienst, Müllentsorgung und Werbung gedeckt werden können – die Personal- und allgemeinen Verwaltungskosten dagegen nicht, so Holz. Noch teurer würde es, wenn die Stadt das neue, von MSI 2015 eingeführte Konzept allein umsetzen würde. „Die Bühne und das Bühnenprogramm über mehrere Tage sind hohe Kostenfaktoren“, so Holz.

Die Politiker schlossen sich dem an. „So, wie der Markt jetzt läuft, könnte die Stadt es nicht selbst leisten“, sagte Michael Schönfelder (FWB). Es sei positiv, „dass die Verwaltung ein Stück entlastet wird“, meinte Annette Bremer-Wilms (SPD) – was auch „der einzige Grund ist, weswegen wir zustimmen werden“, wie Hauke Johannsen (CDU) anmerkte. Schließlich sei der Stoppelmarkt eine freiwillige Leistung, „die die Stadt nicht leisten müsste. Aber auf der anderen Seite haben ja auch alle Bürger etwas davon.“

Aktionen für Kinder und Jugendliche zu teuer

Was Schönfelder zuvor ein wenig in Frage gestellt hatte. Zwar habe er „viele positive Resonanz von den Besuchern gehört – aber die Aktionen für Kinder und Jugendliche sind sehr teuer.“ So kosteten einzelne Aktivitäten „bis zu fünf Euro“. Der Barmstedter Günter Sattler, der Sonnenberg bei der Organisation des Marktes unterstützt, erklärte dazu, für dieses Jahr sei erstmals ein kleines Kinderdorf geplant. „Mit einer Hüpfburg, einem Schminkstand und anderen Angeboten, die kostenlos sind oder den Geldbeutel nicht überstrapazieren.“ Er freue sich sehr, „dass wir weitermachen dürfen“, sagte Sattler. Das zeige, „dass wir offenbar alles richtig gemacht haben“.

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